Druckschrift 
Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
Entstehung
Seite
4
Einzelbild herunterladen
 

4

Haralson

ncmark. 837 von siorich vertrieben, st. er in derVerbannung in Fri:c-land. 9) H. II-, Blaataud(der Blanzahn), Sohn Gorms des Alten, geb.911, folgte feinem Vater 935, errichtete dasDanewirk, führte Krieg in England, zog 945dem Normaunenhcrzog Richard nach Frankreichgegen Ludwig d'Onlremer übers Meer zu Hilfe,setzte 950 H. Grafölr auf den Thron von Nor-wegen, unterwarf aber, von dessen Feinden ge-wonnen, 962 Norwegen seiner Oberhoheit undzog dann Len Normannen wieder zu Hilfe gegendie Franken; 964 machte er einen Einfall inSchleswig, wurde aber von den Deutschen zurück-getrieben 974. Weil er sich hatte taufen lassen,von seinem Volke gehaßt, wurde er von seinemSohn Swen 975 vom Thron getrieben u. ver-ließ das Land; zwar kehrte er mit Hilfe der Nor-mannen zurück, aber er wurde 985 von Palna-Toke oder Toko (dem Vorbilde Teils, s. d.) er-mordet. L) Von England: 4) H. I., Hare-fod (Hasenfuß, wegen seiner Schnelligkeit), SohnKnuts II. u. der Alfwen, wurde nach dem Te-stament seines Vaters 1037 König eines Theilsvon England, kam aber darüber in Streit mitmit seinem Stiefbruder Knut III. (Hardiknur),welchen Graf Godwin unterstützte, gewann jedochdiesen für sich, bemächtigte sich ganz Englands u.st. 1039. 5) H. II., Sohn des Grafen Godwinvon Kent, dem er 1053 als Statthalter von Wessex,Snssex, Kent n. Essex u. als Majordomus des Kö-nigs folgte, erhielt 1055 auch Ostangcln undNorthumverland, strebte nach der Krone, versprachdem Herzog Wilhelm von der Normandie seinenBeistand zur Eroberung Englands, verließ diesenaber, folgte 1066 durch Anmaßung seinem Schwa-ger Eduard III. dem Bekenner als König, schlugdie einbrechenden Norweger, blieb aber 1066 ge-gen Wilhelm den Eroberer bei Hastings. Mi!ihm erlosch die Dynastie der angelsächsischen Königeans dem englischen Throne. <I) Von Norwegen:6) H. I-, Harfagr (Schönhaar). Sohn Hcllf-Vans des Schwarzen, aus dem Geschlecht der Ang-lingcr, seit 863 König, vereinigte er die untereinz.'lncn Jarls stehenden Theile Norwegens zuEinem Reiche, unterwarf auch die Shetlands- u.-Orkney-Inseln, wo sich die von ihm Vertriebenenfestgesetzt u. von wo aus sie sein Reich beunruhigthatten, bekriegte Schottland, überließ 893 die Re-gierung der nonveg. Landesiheile wieder seinenSöhnen und übergab 930 das Oberkönigthmnseinem Sohne Erich Blutaxt; er st. 933 in Dront-heim. 7) H. II-, Grafölr (der Graue), Enkeldes Vor., Sohn von Erich Blntaxt, in der Jugendvor seinen: Usurpator. Oheim Hakon in Dänemarkflüchtig, folgte 950 nach des Letzteren Tod nebenseinen Brüdern als König, wurde aber 973 vonH. II. von Dänemark, den der Jarl Sigurd vonDrvutheim Herbeigerusen, Vertrieben. 8) H. III.,Hardradr (der Strenge), Sohn Sigurds vonStingarige, Halbbruder Olafs Tryggvason; 1033befehligte er schon mit in der Schlacht bei Stiklestadund floh verwundet nach Rußland, wo ihm derGroßfürst Jarojlaw die Bewachung der Küsten vonEhstland anvertrame. Von da ging er unter dieLeibwache der Byzantinischen Kaiserin Zoe, fochtgegen die asrikan. Seeräuber in Sicilien, ging

Harbor Gracc.

1035 nach Jerusalem u. schlug 1038 unter Anführ-nng Georg Maniakis die Sarazenen. Er wurde-Oberst der Leibwache, trennte sich von Maniakis,machte Eroberungen in Sicilien, landete in Afrika,u. besiegte die Sarazenen in 18 Schlachten; 1042kehrte er nach Byzanz zurück n. wollte die Diensteder Zoe verlassen. Diese machte ihm die glänzend-sten Anerbietungen n. ließ ihn, erzürnt über seineWeigerung, in den Kerker werfen. Er entfloh dar-aus zu Jaroslaw, dessen Tochter Elisabeth er hei-rathete, bekämpfte seinen Neffen Magnus, der sichindessenNorwegcnsbemächtigt hatte,verständigte sichn. ihcilte mit ihm das Reich, das er nach dessenTod 1047 allein erhielt, u. regierte bis 1067, woer in einer Schlacht in England blieb. 9) H. IV.,Gille (Gillechrist), Sohn Magnus' III. n. einerJrländerin, kam aus Irland nach Norwegen, be-wies seine Rechte durch die Feuerprobe, theilte1131 nach Sigurds Tod das Reich mit Magnus I V.,wurde 1134 von Letzterem vertrieben, schlug ihnaber, ließ ihn blenden n. verstümmeln u. wurdeam 13. December 1136 in Bergen von den An-hängern des Prätendenten Sigurd, seines angeb-lichen Bruders, ermordet. Er wird als Heiliger-verehrt. Henne-Am Rhyn.'

Haralson, County im nordamerik. Unionsst.Georgia n. 34° n. Br. u. 85° w. L.; 4004 Ew.Countysitz: Bnchanan.

Harum (arab.), 1) das Verbotene, Heilige;mit dem Artikel allmram der Hof n. das Gebiet:des Tempels zu Mekka u. im Dual aiüaramaiuldie Städte Mekka u. Medina; 2) im Allgemeinendas, wozu nicht alle Zutritt haben, das Francu-gemach, der Harem.

Haräm (arab.), vom Gesetz verboten, heilig;in Verbindung mitMonat: asnedaiiro-aiimrllmo, derMonat Moharrem; mit Stadt: aidalacko-aUmramoLie Stadt Mekka; mit Tempel: glmasllsolriäo-allmrämo, der Tempel zu Metka, die Kaaba. --

Harami, bei Arabern derName für die Zigeuner.

Haran (bibl. Geogr.), Stadt im nordwcstl.Mesopotamien, wo sich Abraham nach seiner Aus-wanderung aus Ur anjhiclt; im elastischen Alter-thnm Karrhä, jetzt Harra».

Harangue (fr.), feierliche mit Emphase vor-getragene Anrede, daher Harauguircn, feierlichanreden, besonders um die Zuhörer zu einer Thalzu begeistern.

Hltranncn (nngar.), 1) ungarische Grenzmiliz;2) so v. w. Kroaten.

Harant von Polschitz u. Bedruschitz, Chri-stoph, geb. 1560 in Böhmen, war erst Soldatu. wurde Hauptmann, reiste 159899 nach demOrient und wurde kaiserlicher Geheimer Rath undKämmerer. In den böhmischen Unruhen stand erans der Seite der Protestanten, rückte mit vorWien, wurde dort zum Kammerpräsidenten ernannt,aber nach der Einnahme Prags 1621 hingcrichtc:.Seine Reise beschrieb er als kuto rvani anol>oosba, r Icralovotnvj Wsslrsno. Prag 16o6, deutschals: Der christliche Ulysses, Nürnb. 1678. S. We-stermanns Monatshefte, 1869. Schro-:."

Hiirär, s. Harrar.

Harbor Graee, Handelsstadt auf der InselNeusnndland, au der Westküste der Conceptions Bai;6770 Ew.