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Hantcii: -
achtsspiel ein u. wie Schmetters Wörterbuch mit-theilt, benutzt ihn Hans Sachs als fiugirten Na-men von Fressern. Im Schauspiel taucht diesekomische Figur 1573 auf u. übt auf der Buhnebis ans Ende des vorigen Jahrh. ihren Einfluß,wennschon zuletzt unter anderen Namen, wie Kas-perle, Sepperl, Lipperl, Thaddädl re. In mo-dernisirter Form lebt der alte H. noch heute, inWien, fort. Schauspieler von Talent bildeten denCharakter bes. aus, jo seit 1708 in Wien I. Stra-nitzky, der in der Maske eines Salzburger Bauernauftrat u. durch Gebrauch des salzburger u. bayer-ischen Dialekts große Wirkung erzielte. Nach ihmwar 1720 G. Prehauser berühmt, ebenso Ber-nandou (Kurz), Schönemann und Franz Schuch.Im Beginn seiner Laufbahn ein wichtiger Factordes dram. Interesses, griff er später zur Zote n.wurde namentlich durch Neubers und GottschedsBemühen in Leipzig, wo er öffentlich verbanntwurde (1737), wie ans Betrieb des Freihern v.Pendel (Wien) u. Schönemann (Berlin) von derBühne verbannt, obgleich Lessing u. Möser seineVerthcidigung ergriffen. In jüngster Zeit ist H. alshistorische Curiosität, in Laubes hist. Lustspielabend,wieder erfolgreich aus das Theater gekommen.
Hanteln, s. u. Turnen. (Kürschner.
Hanthaler, Chrysostomns, geb. 1690; Bib-liothekar im Lsterr. Kloster Lilienfeld; schriev überdas Geschlecht der Babenberger: idiotulao anso-äotas ot ellroniva lllnstr. sbirxis LabonbsrA.,Krems 1741 u. A.
Hants, s. v. w. Hampshire.
Hamrman (i»d. Myth.), ein vorzugsweise inSlldindien verehrter Affengott, Sohn des Wiud-Zvttes, der treue Bundesgenosse Namas bei derEroberung von Lanka (Ceylon).
Hanusch, Ignaz Joseph, Slavist u. Phi-losoph, geb. 28. Nov. 1812 in Prag, studirte seit1831 in dem Prämonstratenserkloster in Strahowu. dann in Prag erst Theologie, nachher Juris-prudenz, wurde 1835 Adjuncr an der Universitätin Wien, 1838 Professor der Philosophie in Lem-berg, 1847 in Olmütz n. 1849 in Prag, jedochnach Kurzem seines Amtes hier enthoben, wnrdeer 1860 Uuiversilätsbibliothekar u. starb 19. Mai1869. Er schr.: Die Wissenschaft des slavischenMythus, Lemb. 1842; Grundzüge der Metaphysik,1845; Handbuch der philosophischen Ethik, 1846;Handbuch der Erfahruugsseelenlehre, 3. Anfl.,Olmütz 1849; Handbuch der Logik, 2.Aust. 1849;Geschichte der Philosophie bis unter Justinian,1849; Vorlesungen über die Culturgeschichte derMenschheit, 1849; Rordor ülosoüs Püm/ rsLtitnslro, 1852; Das Schriftwescn n. Schriftthumder böhm.-sloven. Völkerstämme in der Zeit desÜberganges vom Hcidenthum zum Christcnthum,ebd. 1867; Quellenkunde und Bibliographie derböhm.-slovenischen Literaturgeschichte vom Jahre1348—1868, Prag 1868, u. viele Abhandlungensprach!., archäol. u. literarhistor. Inhalts. Er re-digirte auch 1848 die Olmützer Zeitung. Nehrmg."
Hanwell, Dorf in der engl. Grafsch. Middlesex,etwa 15 Icm von London, am Brent, mit einemgroßartigen Jrrenhause; 2690 Ew.
Haoma, indisch Loina (saroosbsnima neiäumÄ. Lr.)> heißt in der ZenLsprache eine auf Ber-
- Harald.
gen wachsende Pflanze mit gelben Blütheu, derenknotige Stengel unter Ceremonien abgeschnitten,getrocknet u. in einem Mörser (lloinclsn) versto-ßen werden. Durch Ausguß von Wasser entstehtdann ein übel riechender, heiliger Trank, der un-ter Ceremonien beim Opser getrunken wird. Ver-schieden von diesem gelben H. ist der weiße,worunter aber ein mehr fabelhaftes Kraut zu ver-stehen ist. Auch wird H. personificirt u. als Ge-nius gedacht. S. Hang, Ls8az'8, S. 239.
Hapale, Seidenäffchen, s. Affen.
Haparanda, Stadt im schwed. Län Norbottenod. Lulea, an der Mündung des Tornea-Elf inden Bottnischen Meerbusen, der russ. GrenzstadtTorneä gegenüber, erst 1812 angelegt, regelmäßiggebaut, mit einer der nördlichsten meteorologischenStationen Europas, lebhaftem Handel u. Schiffbau;900—1000 Ew. H- Berns.
lispsx llogomönon (H. sirsinonon, gr.), ein ineinem Werke nur an einer einzigen Stelle vor-kommendes Wort.
Haphthareu (Haphtharoth), Lesestücke aus denPropheten.
Haplöse (v. Gr.), Vereinfachung.
Happel, Eberhard Werner, geb. 1647 zuMarburg, der bedeutendste Kosmograph des 17.Jahrh. Sein berühmtes, 1687 in Ulm erschie-nenes Werk Llnnciuo mirabilw tripartitns, Wun-derbare Welt in einer kurzen Kosmographie für-gestellt rc., enthält in der That eine außerordent-liche Menge wissenschaftlichen Materials, währendauch sehr viel Ballast mit unterläuft, u. der Stilnach der Sitte seiner Zeit für uns ungenießbargeworden ist. Es ist zugleich daS erste Reisehand-buch u. enthält zahlreiche Angaben aller Herber-gen, Weiuschenken, Münzsorten rc., so daß es dengroßen Kaufherren besonders empfohlen wnrde. r.
Hapsal (Habsal), Kreisstadt im Kreise Wiekves russ. Gonv. Ehstland, an einem Busen derOstsee auf einer kleinen Halbinsel, luth. u. griech.Kirche, Ruinen einer alten Dom- u. Schloßkirche,Handel mit Getreide, Flachs rc., Seebadeanstalt;2200 Ew., meist Deutsche. H., 1278 vom Bischofvon Ösel gegründet, war ehemals eine bedeutendeStadt, kam 1559 an Dänemark, 1645 an Schwe-den u. 1710 an Rußland.
Haquet, s. u. Haket.
Haraforen, s. Alfurcn.
Harakiri (Harakirn), der in Japan übliche Ge-branch des eigenhändigen Banchaufschlitzens anSgekränkter Ehre, sei es infolge einer Beleidigungdurch einen Privatmann oder als Beamter ausAnlaß eines Tadels der Vorgesetzten obersten Be -hörde (vgl. Japan).
Harald. Könige: ^.) Von Dänemark;außer mehreren der mythischen Zeit augehörigen:1) H. I., Hildetand, Sohn H. Röriks n. derOda, regierte nach seinem Großvater Jvar Bid-famne seit 645, breitete seine Herrschaft bis Schwe-den ans, u. wurde 695 im Kampfe mit seinemNeffen Sigurd Ring in der Schlacht auf der Bra-vallaheide von seinem Wagenlcnker erschlagen. 2)H. Heriold, besiegte mit Hilfe Ludwigs des From -men die Söhne Götlriks, welche ihm die Kronestreitig machten, trat 826 in Mainz zum Christen-thum über u. führte den hl. Ansgarins nach Dä-
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