Anmerkungen.
>) Zu Seite 6. Dieser Ausdruck enthält, seinem ursprünglichenWortsinn nach, selber eine Ironie gegen seine eigentliche Bedeutung, wennman sich dabei an die lautere Wahrhaftigkeit des Charakters Jesu, vondessen Namen die Jesuiten den ihrigen ableiten, erinnert.
2 ) Zu S. 51. In meiner Abhandlung „Neber materialistische undidealistische Weltanschauung" im 113 Heft der „Deutschen Zeit- undStreitfragen" habe ich diese Stellung des theoretischen Materialismusnäher zu entwickeln versucht.
s) Zu S. 83. Nur aus dem Umstand, daß man bisher die Mimik —vermuthlich ihrer in Vergleich mit der Musik und der Poesie sehr unter-geordneten Ausbildung halber — nicht in das System der Künste imengeren Sinne ausgenommen hat (obschon bereits der alte Aristoteles den„Tanz" als bewegte Plastik und damit als echte Kunst bezeichnete), so daß nurdie andern fünf Künste als echte Künste gelten sollten, erklärt es sich, daßman das von mir aufgestellte allein naturgemäße Eintheilungsgesetz ver-kannt hat. Selbst unser bedeutendster Aesthetiker, Bischer, quält sich,im Anschluß an seinen Meister Hegel, mit einer Dreitheilung ab, indemer die drei bildenden Künste (Architektur, Plastik, Malerei) auf das Auge,als Organ der „bildenden Phantasie", die Musik auf das Ohr, alsOrgan der „empfindenden Phantasie", und die Poesie „auf die ganze,ideellgesetzte Sinnlichkeit", als Organ der „dichtenden Phantasie" bezogenwissen will. Für die Widerlegung dieser schon durch ihre Geschraubtheitsich nicht empfehlenden Eintheilung ist hier nicht der Ort: nur beiläufigmag auf das Unlogische in der Koordination der drei Momente: „Auge",„Ohr" und „gesammte ideell gesetzte Sinnlichkeit" aufmerksam gemachtwerden. Denn entweder sind in dem dritten Moment: „gesammte ideellgesetzte Sinnlichkeit" Auge und Ohr, als die beiden höchsten, wesentlichgeistigen Anschauungs- und Vorstellungsorgane, bereits mit einbegriffen
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