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solch konkretes Substrat zu fehlen; mau darf dabei aber nichtvergessen, daß statt dessen die ganze Handlung den erforder-lichen konkreten Hintergrund bildet und daß mithin die ja auchden Inhalt des Worts bildende Vorstellung, welche das eigent-liche Substrat für die Ironie abgiebt, ebenfalls vorhanden ist,wenn sie auch nicht in der Form des Wortes ausgedrückt ist.Mt Vorstellungen hat aber die Musik ebenso wenig wie mitHandlungen direkt zu thun^); sie sind ihr also etwas Fremdes,und darin liegt die Möglichkeit eines Widerspruchs damit, folg-lich auch die einer ironischen Stellung dagegen.
Die Mimik steht nun, ihrer konkreteren Natur halber, indieser Beziehung gegen die Musik ebenso im Vortheil, wie diePlastik gegen die Architektur, und selbst gegenüber ihrer parallelenSchwesterkunst, der Plastik, enthält sie ein Moment, das ihr einengrößeren Reichthum an ironischen Ausdrucksformeu gewährt, näm-lich das Moment der Bewegung, wodurch sie sich eben speci-fisch von ihr unterscheidet. Denn in der Bewegung, d. h. indem successiven Wechsel verschiedener mimischer Ausdrucksformen,liegt die Möglichkeit des Uebergangs einer Form in eine andere,ihr widersprechende, sie auflösende, und damit die Fähigkeit desJrouisirens. — Der Musik gegenüber erscheint die Mimik aberdadurch konkreter, daß sie im Stande ist, den besonderen Inhaltder Empfindung sowohl dem Motiv als der actionellen Ent-wicklung nach durch die Geberde und die Gestikulation zu versinn-lichen. Sie erhält dadurch einen wesentlich dramatischen Cha-rakter, indem sie — auch ohne Hülfe des Worts — doch in ent-schiedener Weise bestimmte Vorstellungen und Handlungen aus-zudrücken vermag. Schon der charaktervolle Tanz, wie er alsplastisch wechselnder Ausdruck der inneren Seelenbewegung, mitwelcher bestimmte Vorstellungen verknüpft sind, in den verschieden-artigen Nationaltänzen, besonders bei den von der nivellirenden
XIV. M. zgg. 7 (szz)