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dem meisterhaften Janitschareu-Marsch in den „Ruinen vonAthen" vcm Beethoven, in dem „Skythentanz" in Gluck's„Iphigenie", ja zum Theil auch in der dämonisch-burleskenSchlußpassage der Arie Samiels im „Freischütz", sowie in demreizenden Reeitatio der Erzählung Aeuncheus u. s. f.
Aber alle diese auf ironische Verwerthuag des musikalischenAusdrucks tendirenden Formen begründen sich doch mehr oderweniger immer auf das Berhältuiß der Melodie zum Wort-inhalt, und es muß wiederholt werden, daß an sich die reineMusik ebensowenig wie die reine Architektur der Jronisiruug fähigist, man müßte denn gewisse musikalische Verzerrungen, ähnlichwie die erwähnten architektonischen Verzerrungen im Zopfstylu. s. f., dahin rechnen, welche aber in beiden Gebieten nichts alsmusikalische (bezw. architektonische) Karrikaturen im objektivenSinne des Worts, d. h. unbeabsichtigte Satiren auf das wahreWesen der Musik (bezw. der Architektur) sind. Der Grund desMangels an Fähigkeit, in subjektiver Weise zu ironisiren, liegt— sowohl für die Musik wie für die Architektur — eben darin,daß die Ironie eines bestimmten Objekts bedarf, auf welches siezu reflektiren vermag, um sich dagegen, seines vorausgesetztennegativen Inhalts halber, kritisch zu verhalten. Der Musik wirdaber erst durch das untergelegte Wort ein bestimmtes (konkretes)Objekt gegeben (ebenso wie der Architektur durch den objektivenZweck des Gebäudes); an sich bleibt sie völlig innerhalb derSphäre der Unbestimmtheit, nämlich innerhalb der Sphäre derganz allgemeinen (abstrakten) Empfindung, und damit gebrichtder reinen Musik das nothweudige Substrat für die Form desironischen Ausdrucks.
Wenn wir daher oben von „ironischen Anklängen" iu denWerken der großen Meister sprachen, so scheint zwar bei einigenderselben, die der reinen (wortlosen) Musik angehören, ebenfalls
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