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Das Reich der Ironie in kulturgeschichtlicher und ästhetischer Beziehung
Entstehung
Seite
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epochen dieser Kunst in der That keine Spur sich davon findetund die Tendenz zur plastischen Karrikatur erst dann auftritt,wenn in den Zeiten des Verfalls die Restexion und im Verfolgedamit die raffinirte Frivolität Grund und Boden gewinntSelbstverständlich müssen wir dabei von allen jenen objektiv-ironischen Bildungen, welche, wie die antiken Satirn, Silene u.s. f., unmittelbar aus dem ethischen Vorstellungskreise des kultur-geschichtlichen Lebens selbst hervorgingen, absehen, ebenso vonsolchen plastischen Werken, welche als Versinnlichungen von Scenentragischen oder komischen Inhalts, dem Gebiet der Dichtung ent-nommen wurden, wiedie Niobidengruppe", derLaokoon", dervon Amor gebändigte Centaur", die zahlreichen bacchischenReliefs u. A. m.

Wessen ästhetische Empfindung übrigens weder gänzlich un-gebildet noch verbildet ist, der wird sich ohnehin den karrikatur-artigen oder auch nur in's komische Genre emsch'agenden Werkender Plastik gegenüber des Gefühls nicht erwehren können, daßsie au sich dem idealen Charakter der Plastik nicht homogen sind;wagen es doch selbst die modernen Bildhauer, welche sich insolchen Darstellungen gefallen, weil der wenig ästhetisch gebildeteGeist unsers Publikums daran ein brutales Gefallen findet, nurin vereinzelten Fällen, derartige Gestalten in einem größerenMaaßstabe auszuführen, d. h. in einem solchen, welcher allein derhohen und edlen Gattung der Plastik zukommt; vielmehr be-gnügen sie sich aus richtigem Instinkt für die ideelle Klein-heit dieser Sphäre gegenüber der Hoheit des plastischen Ideals damit, sie in miniaturartiger Größe darzustellen, womit sievon selbst auf das Niveau derNippsachen" und damit zu bloßformell dekorativer Bedeutung herabsinken. Noch stärker undgeradezu abstoßend wirken gewisse Bildungen, die wir nur des-halb hier bei der Plastik erwähnen, weil sich sonst kein Plah