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Ironie anschlägt, wie bei Hieronymus Lorm, so ist er dochweit von der Eitelkeit entfernt, sich in dieser Form zu einer sub-jektiven Erhabenheit aufzuspreizen, geschweige denn eine gesin-nungslose und inhaltsleere Frivolität zu affektiren.
Anhang:
Die Ironie in den verschiedenen Künsten
Hegel sagt von der Philosophie einer Zeit irgendwo., siesei der Inhalt dieser Zeit selbst, in Gedanken gefaßt. Dementsprechend könnte man von der Kunst einer Zeit sagen, siefasse den Inhalt derselben in Anscha ungen; genauer aus-gedrückt: die Kunst sei die konkrete Objektivirung des geistigenInhalts einer Zeit in der Form der Anschauung. Hieraus er-gabt sich schon mit Nothwendigkeit, daß, wenn sich in diesem Zeit-Inhalt ein Widerspruch zwischen Idee und Wirklichkeit entwickelt— und dieser Widerspruch ist es ja allein, welcher eine Zeit, über sich selbst hinaus treibt und durch den Bruch mit der inihr erstrebten, aber als ungenügend erkannten Idee in eine neueEntwicklungsphase drangt —, die Knust nicht nur daran parti-cipiren, sondern sich gerade in ihr dieser ironische Umschlag desZeitideals in sein negatives Gegevbild auf konkreteste Weiseausprägen wird. Beläge für dies ironische Verhalten des Zeit-geistes innerhalb der verschiedenen Phasen der kulturgeschichtlichenEntwicklung, und zwar in der Form ästhetischer Anschauung,haben wir in den aphoristischen Bemerkungen der beiden Haupt-abschnitte unsrer Betrachtung zahlreich gegeben, und es bedürftedeshalb keines Beweises mehr, daß die Kunst überhaupt, ihremWesen nach neben anderweitigen Darstellungsformen, auch der
Form der Ironie als Mittels der Darstellung fähig sei. WirDv. ms. zzz. 6 fiir)