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Das Reich der Ironie in kulturgeschichtlicher und ästhetischer Beziehung
Entstehung
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Oesterr.: Gut, Schurk', ich stecke deinen Spott jetzt ein,

Weil . .

Bastard: Eure Hosen weit genug dazu; u. s. f.

Er macht auch nachher die praktische Anwendung von seinerIronie, indem er in dem daraus folgenden Kampfe dem Herzogden Kopf abschlägt, aber ihn dann nicht mehr verhöhnt.

Der Ausdruck „Humor" im Sinne dieser Form der Ironie üist englischen Ursprungs; Shakespeare fand ihn bereits vor, gab^dem Morte aber selbst noch keine tiefere Bedeutung. Manerinnere sich an die diesen Ausdrnck selber persifflirende An-wendung, welche Korporal Nym und Pistol, dieser „brüllende Teufelaus der alten Komödie", davon macht. Man bezeichnte anfäng-lich damit — auf Grund der damaligen physiologischen Erklä-rung, welche die Temperamentsanlage auf die flüssigen Elementein der leiblichen Konstitution zurückführte — die dadurch bestimmteNeigung zu einer, im englischen Charakter überhaupt liegendenkrankhaften Launenhaftigkeit. Wenn Bischer es aber einen „glück-lichen Zufall" nennt, „der das Wort so befestigt hat", weil es„an die geistige Flüssigkeit des Komischen, worin alles Feste sichauflöst, erinnere", so vergißt er, daß gerade der Auflösung allesFesten gegenüber der Humor selber das feste Maaß bleibt, wo-mit die Wandelbarkeit der flüssigen Wirklichkeit gemessen wird.Uebrigens hat das lateinische Wort (inunor), welches Flüssigkeitbedeutet, den Accent auf der ersten Silbe; die Erklärung scheintalso kaum genügend. Wie dem sein mag: Shakespeare besitztdie Sache, resp. den Inhalt dessen, was wir heute „Humor"nennen, im tiefsten Sinne, während das Wort selbst erst durchTieck und Schlegel, die eigentlichen Wiederentdecker dieses zuihrer Zeit fast vergessenen Genius, zur Bezeichnung jenes In-halts in Gebrauch kam.

Im Gegensatz zum „Klassicismus" der Antike pflegt die

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