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Über die Thiere der Tiefsee
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Nach Aehnlichkeit der Arten und biologisch ist es anzuneh-men, daß die Küstenfauna sich aus der Laminarienzone rekrutirthabe. Wie man Austern zur Versendung übt, indem man siein Fluthbecken des Wassers entbehren und die Schalen schließenläßt, zwingt die Natur die Thiere, welche am Meeresspiegel sichansiedeln, sich in die Verhältnisse zu schicken. Wo etwa Umständeeine Litoralfauna vernichteten und au einem neuen Lande vul-kanischen Ursprungs würde, Mangels Uebertraguug von anschlie-ßenden Küsten, in der Laminarienzone Material für eine neueLitoralfauna zur Verfügung stehen. Einiges könnte vom Süß-wasser und Brackwasser entnommen werden, dessen Bewohner,selbst mariner Abkunft, Hyperlitoral, Verbindung und Fähigkeitdes Rücktritts nicht immer aufgegeben haben.

Als dritte Zone rechnete bis zu 50 F. Austen die derKorallinen oder Kalkalgen, weiche an Stelle des spärlich ge-wordenen grünen Pflanzenlebens treten, nachdem das Licht, welchesnach Versuchen von Forel im Genfer See in 50 F. Silber-chlorür nicht angreift, seine Macht verloren. Diese Tiefen werdennicht mehr von den stärksten Wellen, nur von jenen leisenStrömen bewegt, welche den Salzgehalt ausgleichen und kaltesWasser znm Grunde führen. Da auch das Leben der schwim-menden einzelligen Pflanzen, Diatomeen, vom Lichte abhäugt,kann hier thierische Existenz weder direkt noch indirekt auf Pfiauzen-wuchs begründet werden. Einige Thiere mögen aus dieser Zonein höhere aufsteigend Nahrung finden, andere, sich senkend, inihr zur Beute fallen; im klebrigen muß die Stufenleiter thieri-schen Lebens sich auf niedersiukeuder oder mit dem Grundstromzugeschwemmter todter organischer Substanz aufbauen. Schlamm-fresser, Todtengräber, Lumpensammler bilden die Unterlage. Niedrigorganisirt und träge, von den Sinkstoffen lebend, nähren sie und ihreBrut Stärkere, höher Organisirte. Darin liegt nicht genug Spe-zifisches, um nicht den höheren Thierklassen mit Einschluß der

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