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Über die Thiere der Tiefsee
Entstehung
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Vieles Gewaltige lebt, der Mensch bleibtdas Gewaltigste! Siehe er schreitet über grausenMeeres-Abgrund, wenn es vor Wuth schäumt,auf wilder Wellen bewegtem Pfad hm!

Sophokles Antigone, Chor.

Ä^icht allein der Reiz tiefverdeckten Geheimnisses und der Eifer,mit männlicher Kraft des gewaltigen Elementes bis in die letztenSchlupfwinkel Herr zu werden, treibt, zu erforschen, was in denTiefen der See lebe, in welche kein Lichtstrahl fällt, in welchenkeine Pflanze grünt, in welchen nach erstem Ermessen ein un-geheurer Druck alles organische Geschehen darniederhält und fürwelche in immer gleich eiskaltem Wasser die Zeit für Tag undJahr keinen Wechsel bringt.

Vielmehr ersteht in der Wissenschaft von der Vertheilnngder Thiere im Meere ein wichtiges Capitel der Thiergeographieund verspricht, da in ihm trotz großen Maßstabs die Beziehungensich verhältnißmäßig einfach gestalten, ein Schlüssel für die Erd-geschichte zu werden.

Wenn wir anfänglich bewundern, wie auf Erden ein Jeg-liches zu seiner Umgebung passe, mit seinen Hülfsmitteln Ge-deihen finde, dann im Wunder das Unerläßliche erkennen, schließenwir mit der Einsicht, es sei ein Alles erklärender Grund fürEigenschaften und Vorkommen der Thiere in den dermaligenWechselbeziehungen der Organisation und der Umstände nicht ge-geben. Nachbarschaft und gleiches Klima machen nicht gleich;Verwandtes lebt unter verschiedenen Umständen, auseinander ge-rissen; verschiedene Klassen, Ordnungen und Gattungen mischen

XIV. SIS. SIS.

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