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Das physiologische und psychologische Moment in der sprachlichen Formenbildung
Entstehung
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der auf psychologischem Wege erfolgenden sprachlichen Neubildungenzu skizzieren, hatten den Zweck, wenigstens die Möglichkeit einersolchen zu zeigen. Sie sind trotz ihrer Nnvollständigkeit hoffentlichdoch geeignet, erkennen zu lassen, wie die Methode der Er-forschung der Analogiewirkungen keineswegs auf ein bloßes plan-loses Rathen und Umhertasten hinausläuft. Ist erst einmal auf ex-actem Wege festgestellt, daß eine Sprachform der die Sprachebeherrschenden Lautgesetze wegen eine Analogie- oder Associations-bildrmg sein muß und diese Feststellung muß immerdar vor- ihergehen, so wird sich in den allermeisten Fällen dem Forscherdas Weitere unmittelbar von selbst ergeben, d. h. es wird eineslangenSucheus fürihn sehr selten bedürfen, nach welchem Musteroder welchen Mustern die Analogiebildung sich vollzogen habe.

Ich gestatte mir zum Schlüsse dieser Untersuchung nocheinige zusammenfassende Worte von allgemeinerer Tendenz.

Zur Empfehlung der in diesem Vortrage geschildertenmethodischen Grundsätze der von anderen und mir vertretenensprachwissenschaftlichen Richtung darf zunächst ohne Ueberhebunggesagt werden: das Vertrauen zu der absoluten Gesetzmäßigkeitder Lautbcwegung, wie es unser erster Grundsatz ausspricht,ist es, wodurch die Sprachwissenschaft der naturwissenschaftlichenEvidenz nahe kommt, und wodurch sie in Bezug auf Sicherheitihrer Resultate allen anderen historischen Wissenstesten so sehrüberlegen ist.

Es darf ferner gesagt werden, daß eine allerseits richtigeAbgrenzung des Antheils der Leibes- und der Seeleuorgane andem sprachlichen Formenbestande und dessen Entwicklung, dieseAbgrenzung, die wir ja vorzugsweise erstreben, immer eins derergiebigsten, ja vor der Hand wohl das am nothwendigsten inAnwendung zu bringende Mittel ist, um die schon so vielfachverhandelte Frage nach dem Wesen der Sprachwissenschaft ihrerLösung beträchtlich näher zu führen. Die bekannte Frage meine

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