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In dem griechischen grammatischen Unterrichte verfehlt wohlkein Lehrer, den Schüler auch schon in der Quarta auf denCharakter der Formen als Metaplasmen
aufmerksam zu machen. Aber der Lehrer könnte und solltemeines Erachtens weitergehen in dem zweckbewußten Verfahren,dem Schüler für die Existenz von metaplastischen Formen, d. i.eben das Walten der Analogiebildung in der Sprache, die Augenzu öffnen. So könnte z. B. durchaus ersprießlich die Bildungdes Genitiv Singularis der Masculina wieanders als es meist geschieht, wenn es überhaupt geschieht, ver-ständlich gemacht werden: sind nicht etwa aus
»'kuvt'a», von den «-Stämmen vLtti't«-, TrO^t'rtt-
pluö der Genitivendung entstanden, denn aus «o wird nachattischen Coutractionsgesetzeu bekanntlich sw, uicht »v- Aber das-ov von ?ro^t'r»r) ist eine Formübertragung von dem
gleichen Casus der sogenannten zweiten Declinatiou, der der o-Stämme, von aus t?r?ro-»; oo wird ja regelrecht im
Attischen zu «v contrahirt.
Einem denkenden Schüler ist es, wie ich aus eigener Er-fahrung weiß, wohl ein Bedürfniß zu wissen, warum imGriechischen iiecov aber im Lateinischen loo loSuis und
nicht leouÜZ dectiuirt wird. Einem solchen sage der Lehrer,daß die u-Declination des Lateinischen die ältere sei, die ut-Decli-uation des Griechischen die jüngere, unursprünglichere. Mit demLateinischen harmonirt ja hier das Germanische, ahd. lovo,Gen. Isrvin — nhd. lä-rve, Gen. 1ö>veu; überdies weift dasGriechische selbst mit dem aus movirten (abgeleiteten)
Feminin „Löwin" auf die ursprüngliche Abwesenheit des
r im Stamme von hin, denn ist aus einem
masculinen n-Stamme abgeleitet in derselben Weise, wie rexr«t,-«von rcxrc--^ rexror^-os kommt. Die Deklination/ixo»-r-t u. s. w. kann nur entstanden sein, in dem der Nominativ