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unter allen Umständen seinen ungehemmten, nicht abirrendenVerlauf gehabt. Wir sehen dies an der thatsächlichen Existenzdes rrruolr im älteren Neuhochdeutsch; wir hätten es aber auchanzuerkennen, wenn wir nicht so glücklich wären, das älterernnoll zu besitzen, und wenn innerhalb der gesammten neuhoch-deutschen Sprachüberlieferung nur die veranalogisirte Form raubnachweisbar wäre.
I.
Unser erster Satz „die Lautgesetze wirken ausnahmslos" ist,wie den Fachgenossen bekannt, in der jüngsten Zeit mehrfach alsAxiom aufgestellt worden. Damit er allgemein anerkannt undin der Methode befolgt werde, wird man fordern: Beweist unsdie Richtigkeit dieses eures Grundsatzes! Das ist bis jetzt aller-dings noch nicht geschehen. Ich will im Folgenden versuchen,was sich nach dieser Seite hin thun läßt.
Einem Jnductionsbeweise pflegt man beider empiri-schen Richtung unserer Zeit mit Recht am meisten Glächben zuschenken. Könnte man darauf Hinweisen, daß alle bisher .er-kannten Lautgesetze der Sprachen eben solcher Art sind, daß sieuns in ausnahmslosen Wirkungen entgegentreten, nun, so beständeüberhaupt ein Zweifel nicht, würde überhaupt ein Beweis vonuns nicht gefordert werden. Ein solcher Beweis aber nachvollständiger Jnduction läßt sich aus sehr naheliegendemGrunde für unseren Grundsatz nicht erbringen. Man hat erstseit wenigen Jahren, durch allerlei darauf führende Wahrnehmun-gen bestärkt, vollen Ernst damit gemacht, die formalen Um-wandlungen der Sprachen darauf hin anzusehen, daß sie, soweitsie rein physiologischen Ursprunges sind, die Folgen ausnahmsloswirkender Gesetze seien.
An Stelle des fehlenden vollständigen Jnductionsbeweisesfür unseren Satz treten mehrere Wahrscheiulichkeitsgründe.
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