von ^cox()ar?/o. Die andere auch historische Realität genießendeAccusativform -mxpcir^v ist aber anderer Art: ein Lautgesetz hatsie nicht zu Stande gebracht; vielmehr ist sie so gebildet, daß dieJdeenassociation der Sprechenden das Nomen ^mxp«r^s an dieKategorie derer wie ^^xr/?taö^s und aller nach der ersten De-klination gehenden unbewußt heranrückte.
Man pflegt solche auf psychologischem Wege, durch denpsychischen Act der Jdeenassociation ins Dasein gerufene Sprach-sormen wie nhd. raub, griech. -cuxpar^v abwechselnd bald alsFormübertragungen, bald als Analogiebildungen, end-lich auch mit Berücksichtigung des psychologischen Entstehungs-grundes als Associationsbildungen zu bezeichnen. ,DerTerminus „falsche Analogiebildung" ist verwerflich, weil ermit der Sache ein nicht zu rechtfertigendes Odium verknüpft;denn die unbewußte und reflexiouslose sprachschöpferische Thätig-keit ist naturgemäß nicht an die durch Reflexion und g. poste-riori gewonnenen Grammntikerregeln gebunden.
Bei dem genannten griechischen Beispiele -cuxparr^ giebtes Jedermann zu, daß es unstatthaft sein würde, etwa dieEndung, aus -ec- auf lautlichem Wege werden zu lassen. Schondie alte Grammatik erkannte in solchen Formen so zu sagenEntgleisungen, nach ihrem Terminus „Metaplasmeu". Andersbei dem deutschen Beispiel. Es giebt leider noch heute Sprach-forscher, welche bereit sein würden, hier die Annahme der Ana-logiebildung von der Hand zu weisen und lieber das Lautgesetzzu dehnen, etwa so: „zuweilen wird germ. ll auch auslautendzu Spiritus aspcr, z. B. in ranll". Andere, die es etwas ge-nauer nehmen, drücken sich wohl so aus: „germ. tr wird freilichauslautend gesetzmäßig zu oll, allein in ruull ist es ausnahms-weise zu Spiritus asper geworden mit Rücksicht auf die-selbe Entwicklung im Inlaut, in rnnller, ranlls, raullen".Auch das ist noch unstatthaft. Das physiologische Gesetz hat