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Kapelle, zu Ehren des heiligen Martinus,stand, ein Kloster erbauten.
Reinold von Dassel, Erzbischof vonKöln, brachte aus Mailand unter andernwichtigen Reliquien, auch das Haupt desheiligen Apollinaris an den Rhein. Alser 1146 an Remagen vorüberfuhr, bliebdas Schiff plötzlich stehen, was als ein Zei-chen gedeutet wurde, dass der Heilige inder Martinskapelle ruhen wolle. Seit jenerZeit kamen die Wallfahrten auf, die schon90,000 Pilger nach Remagen führten. Inder französischen Revolution wurde dasKloster aufgehoben und die Gebäulichkeitensamt den Ländereien an die Gebr. Boissereevon Köln verkauft, von denen sie GrafFürstenberg erstand.
Dieser reiche kunstliebende Mann Hess, wiegemeldet, die jetzige Kirche aufführen. DasGebäude fesselt durch die zierlichen Formenund die schlanken Türme, deren oberen Teilevon Guss sind, schon von weitem die Auf-merksamkeit der Reisenden.
Wunderbar überrascht wird man beim Ein-tritt durch die herrlichen Freskomalereien,ausgeführt von Professor Deger, Karl und