86
II. Rolandseck und Nonnenwerth.
Wie beim Eintritt in das malerische undromantische Rheinland, bei Bingen, derherrlichen Punkte so viele auf einmal unsereBlicke fesseln und uns mit Freude und Ent-zücken erfüllen, so auch hier, wo ein ebenso grossartiges wie liebliches Panorama sichausbreitet, bei dessen Anblick wir unwill-kürlich jener Zeit gedenken, in welcher dortoben auf steiler bewaldeter Höhe Ritter Ro-land durch des Fensters Bogen hernieder-schaute auf das liebliche Eiland dort untenim silbernem Strom. —
Wie aus den ältesten Urkunden hervor-geht , erbaute Erzbischo f Friedrich vonKöln, als Kaiser Heinrich der V. ihnbedrohte, hier oben eine Burg, die erRul-c h e s e c k nannte. Den Namen Rolands-eck hat sie jedenfalls erst später durch dieSage erhalten.
In dem Kampfe mit Heinrich hatte die