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Koblenz am linken Ufer bei der Mündung der Mosel in denRhein, schöne Stadt und Festung mit 15,000 Einwohnern,römischen Ursprungs und in der Geschichte sehr merkwürdig.Gegenwärtig Sitz des Oberpräsidiums. Freihafen und bedeu-tender Weinhandel, auch mehrere Fabriken. Die Garnisonist 4000 Mann stark. Beachtungswerth: die 1000jährigeKastorkirche, der Kastorbrunncn, das Schloß, das Casinoge-bäude, das deutsche Ordenshaus, die Ltebfrauenkirche. Die Mosel-brücke, 480 Schritte lang, 10 breit, ruht auf 14 aus Lava-steinen aufgerichteten Bogen, die Florins- und die Liebfrauen-kirchen; der Metternicherhof, Geburtshaus des Fürsten Metter-nich, das Löhrthor und das Mainzerthor, beide mit Cassemattenversehen; die städtische Bildergallerie und Bibliothek. Gasthöfeam Rhein: Lelle vue, Riese, 3 Schweitzer, Pariser Hof rc. rc.in der Stadt: Tricrischer Hof, Kölnischer Hof, Stadt Lüttich.Von Coblenz aus führt die Schiffbrücke über den Rhein nach
Thal und Feste Ehrenbreitstein. Letztere ist auf einem 400Fuß hohen Felsen erbaut. Der Besuch derselben ist dringendanzuempfehlen, und die Erlaubnißkarte dazu ist in Coblenzbei dem Gouverneur nachzusuchen. Ein Unteroffizier gibt denCicerone ab. Das Besteigen der Höhe ist etwas mühevoll,wird aber durch die herrliche Aussicht, die man alsdann ge-nießt, vielfach belohnt.
Vallendar, belebter, gewerbreicher Ort, woselbst das sogenannte„steinerne Geschirr" gefertigt wird.
Engers, Flecken von 900 Einwohnern, mit einem schönen im Jahr1758 erbauten Schloße und Schloßgarten mit vielen aus-ländischen Pflanzen.
Neuwied, freundliche Stadt mit mehr als 6000 Einwohnern unterder Herrschaft des Fürsten von Wied; hat viele Fabriken,mehrere Erziehungsanstalten für Knaben und Mädchen. Diefriedlich neben einander wohnenden Einwohner gehören verschie-denen Konfessionen und Sekten an. Sehenswerth: Das zweiStunden entfernte Schloß Monrepos mit schöner Aussicht.Das Residenzschloß mit einer Sammlung römischer Ueberreste.Im Hofgarten das höchst merkwürdige brasilianische Naturalien-