Bvppard, am linken Ufer. Städtchen mit 3500 Einwohnern vonden Römern gegründet; Thonpfeifen-Fabrik, Gerberei, Holz undKohlenhandel, Sehenswerth: die Pfarrkirche, im Jahr 1200erbaut, der Tempelhof, und das ehemalige Kloster Marienbergmit der neuerrichteten bedeutenden Wasserheilanstalt. Weiterunten Schloß Liebeneck und Dinkholder Mineralbrunnen. Vondem gegenüberliegenden
Filsen an bis Osterspay, von da an dem links liegenden Oberspayund Niederspay vorüber macht der Rhein zwei kurze aberstarke Biegungen ehe man nach
Braubach gelangt, welches am rechten Ufer liegt. Dasselbe istein Städtchen mit 1200 Einwohnern. Gasthöfe: die Philipps-burg, der Schwan. Hinter demselben erhebt sich
die Nkarxburg, wohlerhaltene Burg und Festung mit Jnvaliden-Garnison, jetzt Staatsgefängniß des Herzogthums Nassau.Sehenswerth, die alte Folterkammer mit den Marterinstrumenten.
Nhense, am linken Ufer mit 1700 Einwohnern. Durch den jetztwieder neu hergerichteten Königsstuhl bereits mit dem Jahre1308 in der Geschichte berühmt und bekannt.
Oberlahnstein, am rechten Ufer, Dörfchen mit 350 Einwohnernunweit der Mündung der Lahn in den Rhein. Hafen, von wo ausdie nassauischen Marmor und Mineralwasser versandt werden.In der Nähe die Ruine Lahneck und die Johanniterkirche.
Schloß Stolzenfels, am linken Ufer, zu den ersten Zierden desRheines gehörig. Im Jahr 1688 von den Franzosen zerstört,hat es König Friedrich Wilhelm IV. seit 1825 ganz im alter-thümlichcn Styl wieder Herstellen lassen.
Horchheim, am rechten Ufer, mit sehr gutem rothen Wein,preußisches Grenzdorf; vor demselben bezeichnet eine Wappen-säule, den Nassauer Löwen führend, aus geglättetem innländischemMarmor, die Grenze des Herzogthums Nassau.
diu. Von Mainz ab bis Bingen sind alle Orte am linke» Ufer groß-herzoglich hessisch und weiter abwärts königl, preußisch, am rechte»Ufer von Biebrich ab bisher Herzog!, naffauisch von hier ab eben-falls königl. preußisch.