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Gasthöft: Der weiße Schwan, der Weidenbusch, der Rhei-nische Hof, sämmtlich auf dem Steinweg; der Pariser Hof, derEnglische Hof, der Russische Hof, der Römische Kaiser, der Lands-berg, der Würtemberger Hof, das Hotel Drerel und viele andere.
Die Mainlust und Westendhall sind vorzüglich besuchte Gar-tenwirthschaften.
.Außer den gewöhnlichen Communicationsmitteln, der Post,regelmäßigen Omnibusfahrten und Lohnkutschern, sind auch nochdie Main-Dampfschiffe; das wichtigste Transportmittel jedoch,welches die Stadt zunächst mit dem Rheine verbindet ist
die Taunus-Eisenbahn, im Jahre 1839 eröffnet. Sie führtvon Frankfurt nach Castel (Mainz), Biebrich und Wiesbaden.Sie ist durch eine Aktiengesellschaft gegründet, und erbaut durchden Ingenieur Denis, in einem Zeitraum von zwei Jahren undmit einem Kostenaufwand von 3^ Millionen Gulden; derDirektor derselben, Hofrath Beil von Frankfurt am Main, hatsich durch seine unermüdliche Thätigkcit und Sachkenntnis umdas reisende Publikum sowohl, als um die Anstalt selbst sehrverdient gemacht. Auf der ganzen Bahnlinie herrscht die muster-hafteste Ordnung, die Frequenz ist sehr bedeutend und wird bisjetzt nur von einer deutschen (Wien-Gloggnitz) Bahn über-troffen; ihre Länge beträgt (Bieberich eingerechnet) sechs Meilen.Im Sommer fahren wenigstens 6 Wagenzüge täglich vonFrankfurt ab und ebenso viele kommen an. Im Winter wirddiese Zahl vermindert. Die Dauer der Fahrt nach Castel beträgtohngefähr eine Stunde. Halt-Stationen sind vier: Höchst,Hattersheim, Flörsheim, Hochheim.
Kaum hat der Wagenzug den Frankfurter Bahnhof verlassen,so zeigt sich links in Bäumen einer der die Stadt umgebendenThürme, die Gallen warte. Eine feste Brücke führt über dieNidda nach Höchst, einem gewerblichen nassauischen Städt-chen, mit dem palastartigen Gebäude des bekannten Tabacks-Fabrikanten Bolongaro. Von hier hat man alsbald Gelegenheitnach Soden und König st ein, welche, elfteres als Badeort,letzteres wegen seiner schönen Lage und Aussicht, von Frankfurtaus häufig besucht werden.
Im Hintergründe des nördlichen reichen landschaftlichen Bil-des ragen die höchsten Kuppen des Taunusgebirges hervor,und man hat von diesen selbst für Wagen zugänglichen Höheneine der reizendsten und herrlichsten Rundsichten in Deutschlandüber den Rhein und Main.