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Lange Zeit bleibt auf der nach dem Maine zu sich senkendenAbdachung des Gebirges, die weiße, früher von Wallfahrernviel besuchte Hofhcimer Kapelle sichtbar. Vor der Sta-tion Flörsheim blicken aus einer Allee die Gebäude des inneuerer Zeit vielbesuchten Weilbacher Schwefelbrun-nens hervor. Dann durchschneidet die Bahn die Rebenbergevon Hochheim; auf diesen Hohen wächst bekanntlich einer derfeurigsten trefflichsten Weine. Von dem Hochheimer Kirchthurmhat man eine weite und herrliche Aussicht aus Mainz und denganzen Rhcingau.
Der Wagcnzug hält in dem Bahnhof zu Castel, und fährtdann nach kurzem Aufenthalt weiter nach rem 2 Stunden ent-fernten Wiesbaden, welches in einer Viertelstunde erreicht wird.Die Bahn durchschneidet Mauer, Gräben und Wall der Befe-stigung von Castel, führt dicht bei dem Fort Montebello vorbei,halt in der Nähe von Bieberich, welches mit der Hauptbahndurch eine Nebenbahn in Verbindung steht, und zieht sich danndurch einen hügeligen Landstrich bis zur südöstlichen Spitze vonWiesbaden. Der Bahnhof ist in der Nähe der 10 Minuten langenWilhelmsstraße, die links aus neuen großartigen Häusern undrechts aus einer Allee besteht, welche nördlich am Kursaal endet.
Castel, mit 2000 Einwohnern ist mittelst einer Schiffbrücke mit Mainzverbunden; nur bedeutend als dessen Vorstadt und Vorfeste, undals Hauptstationsort der Taunus-Eisenbahn. Gasth. Hütet Barth.