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[1]: 1887
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KohenrecWerg.

^itten aus Dörfern, Wäldern und Fluren erhebt sich nahe beimHohcnstaufcn der Rechbcrg oder Hohenrcchbcrg, berühmt und»icl besucht wegen der herrlichen Aussicht in die prachtvolle Umgegend, nochweit mehr aber wegen des himmlischen Schatzes, den dieser Berg besitzt. VieleHunderte von Wallfahrern pilgern jährlich zur „Schönen Maria von Rech-berg" und ziehen gestärkt uud getröstet von danoen.

Am Ende des 11. Jahrhunderts ließ sich auf dem höchsten Punkte desgenannten Berges ein Eremit oder Waldbruder nieder, der ein schönes ausLindenholz geschnitztes Marienbild mitbrachte und für sich eine Hütte, fürdas Gnadenbild aber eine Kapelle baute. Bald wurde von Nah und Fernehäufig zu diesem Bilde gewallfahrtet. Im Jahre 1480 wurde anstatt derhölzernen Kapelle eine steinerne Kirche erbaut, aber auf einem andern Platzedes Berges. Die Vvlkssage erzählt nun, daß, als man das Gnadenbild indie neucrbaute Kirche getragen hatte, dasselbe in der folgenden Nacht durchEngel in die hölzerne Kapelle zurückgetragen worden sei. Die neucrbauteKirche wurde auch später wirklich verlassen und in das jetzige Pfarrhaus um-gewandelt. Erst im Jahre 1686 wurde auf der Stelle der hölzernen Kapellevon Bernard Bero und dessen Sohn Franz Albert, Grafen von Rechberg,die jetzige Wallfahrtskirche erbaut, im Jahre 1699 ein beständiges Bcnefiziumerrichtet und dadurch der Grund zur jetzigen Pfarrstelle gelegt, die erst imJahre 1767 durch den Grafen Maximilian von Rcchberg in's Leben trat.

Gleich dem Grafen von Rechberg wetteiferte auch das gemeine Volkin der Verherrlichung Mariens als ihrer besondern Schutzpatronin. Diezahlreichen Botivtafeln, die das Gotteshaus zierten, in der traurigen Zeitder falschen Aufklärung aber herausgeworfen und verbrannt wurden, gebenZeugniß, wie gerechtfertigt das Vertrauen des gläubigen Volkes war.

Auch jetzt noch strömen fromme Wallfahrer hier zur „schönen Mariavon Rechberg" und finden dort immer noch ihre gütige, milde und süßeMutter Maria.

Das Heilige Mlut in Weingarten.

ebcr diesen Wallfahrtsort führen wir zunächst den Bericht derältern Chronik des Klosters Weingarten an.

Der römische Hauptmaun Longinus, welcher mit einer Lanze die Seitedes göttlichen Heilandes öffnete, war durch den erhabenen Tod des Heilandesso gerührt worden, daß er sich zum Christenthum bekehrte. Das Blut Jesu

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