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[1]: 1887
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Niederzell eine Kirche und eine Propste!; er starb allda, wo noch sein Grabmalzu sehen ist. Auch er vergabte Güter zu Dürmentingen und Offingen andie Neichenau.

Hausbesitzer der Güter auf und um den Bussen sind noch gegen Schlußdes 9. Jahrhunderts die Urenkel des genannten Berthold, denn im Jahre889 bestätigen Graf Chadaloch nebst seinem Bruder Berthold eine Urkundein dem Eritgau in dem Orte Pusse (Bussen). Nach den Birtilonen findenwir die Grafen von Vöhringcn und Ncllenburg, ohne Zweifel ihre Abkömm-linge, im Besitze der Bussengüter. Zu diesen gehörte auch wohl jener erlauchteMann Peregrinus, der zweite Stifter des Klosters Bussen-Bcuren, der nacheinem ihm in dem Kloster gesetzten Grabmal im Jahre 1092 auf seinemSchlosse Bussen gestorben ist.

Im Jahre 1291 kaufte Kaiser Rudolf vom Grafen Heinrich von Vöh-ringen den Bussen und alle auf und an demselben gelegenen Güter und Orte,die Hinterburg auf demselben und die Vogtei über die Kirche. Die Vorder-burg war Reichenau'sches Lehen, wie sich das Urbar vom Jahre 1303 aus-drückt: „Us dem Bussen die Hinterburg und ein Baumgartcn unter demThurme ist der Herrschaft (Oesterreich) eigen, so ist die Vorderburg Lehenvon Owe (Reichenau)." Diese Vorderburg sowie den damit verbundenenTheil des Dorfes Osfingen trugen früher schon Johannes Wanner, Bürgerzu Ricdlingen und die Familie von Klok zu Bibcrach zu Lehen. Wannerverkaufte seinen Antheil 1413 an das Kloster Zwiefalten, wobei HerzogFriedrich von Oesterreich den Lehnsvcrband auflöste; die von Klok verkauftenihren Antheil an Andreas Sonnenbcrg, Truchsesscn und Waldburg. Späterging auch die Vorderburg an Oesterreich über.

Nicht unwahrscheinlich ist es, daß Kaiser Rudolf von Habsburg, derbekanntlich für einen seiner Söhne wieder ein Herzogthum Schwaben errichtenwollte, den Bussenberg, an den sich die Erinnerungen eines alten Hcrzogs-sitzes knüpften, zum Mittelpunkt und Hauptsitz einer neuen Schöpfung ersehenhatte. Ob je einer vom Habsburg'schen Hause auf der Burg Bussen saß,ist nicht bekannt, dagegen saßen nach dem genannten Urbar bereits im Jahre1292 auf dem Bussen österreichische Burgvasallen, die von den Orten derHerrschaft Gefalle als Soldlehen bezogen. Unter anderen werden genannt:Ludwig von Hornstein 1313, Einer von Stadegen (Stadion), Conradvon Namstcin, Rudolf von Friedingcn, die beiden letzteren im Jahre 1498.Wie es scheint, hatten diese ihre Wohnsitze auf dem Bussen, denn in späterenJahren verkauften Nachkommen derselben diese ihre ererbten Burgställe alsfreies Eigenthum an Andere.

Wie die meisten österreichischen Besitzungen in Schwaben hatte auch dieHerrschaft Bussen das Loos, mehrmals verpfändet zu werden. Im Jahre1325 kam sie an die Grafen von Hohenbcrg, später an Burkhard von Ellcr-