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Dankopfer, welches Gelübde sie nach ihrer Freilassung erfüllten. BeideEreignisse sind auf Votivtafetn in der Kirche aufgestellt.
Zu Anfang dieses Jahrhunderts hatte auch diese Kirche von den Fran-zosen vieles zu leiden, indem sie eines größeren Theiles ihres Schmuckesberaubt wurde.
Das Gnadenbild der allcrscligstcn Jungfrau Maria, wahrscheinlich vondem Münchener Bildhauer Thomas Bader angefertigt, ist 7 Fuß hoch, ausHolz geschnitzt. Auf ihrem rechten Arme ruht das Jesukind, welches mit derRechten segnet, während die Linke die Weltkugel hält. In der Linken hältMaria einen Scepter. Das frühere alte Mariabild, 2'/z Fuß hoch, stehtin der Glockcnkapcllc. Auf der Evangclienscite steht ein altes aus Holzgeschnitztes und theilweise bemaltes Altärchen, Scenen aus dem Leben Christidarstellend.
Früher wohnte an der Kirche ein Klausner, welcher den Schulunterrichtbesorgte; der letzte war im Anfange dieses Jahrhunderts Melchior Mahr.
Aivckrvccl'ö der Wußöovk.
uf einem Vorspränge des 4272 Fuß hohen Henberges, an dessenFuße sich das Pfarrdors Nußdvrf ausbreitet, steht das maria-nische Wallfahrtskirchlcin Kirchwald. Aus der weiten Umgegend strömen dasganze Jahr hindurch Wallfahrer dorthin, besonders aber an den drei „gol-denen Samstagen" (nach Michaelis), an welchen vollkommener Ablaß gewonnenwerden kann. Ueber die Entstehung dieser Wallfahrt berichtet die ChronikFolgendes:
„Im Jahre 1643 wanderte ein Tuchmachergesellc, Namens MichaelSchöpft, nach Rom. Er war in der Stadt Jglau in Mähren von lutheri-schen Eltern geboren- Als er in reiferen Jahren an verschiedenen Orten diekatholische Religion kennen gelernt hatte, gewann er eine große Vorliebe fürdieselbe und beschloß nach Rom, als dem Mittelpunkte der katholischen Kirchezu wandern, um dort den katholischen Glauben näher kennen zu lernen.Nachdem er dort in den Glaubenswahrheiten unterrichtet und in den Schoßder katholischen Kirche ausgenommen worden, faßte er den Entschluß, Gottin der Abgeschiedenheit von der Welt in Einsamkeit zu dienen und durchGebet, Handarbeit und Buße sich auf die Ewigkeit vorzubereiten. Bei seinemAbgange von Rom erhielt er von einem Cardinal ein Muttergottesbild undgetrost wanderte er durch Italien und Tirol und kam am 23. September1644 nach Nußdorf. Da führte ihn der Weg etwa eine halbe Stunde außerNußdorf auf den Berg in den Kirchwald. Als er nun dort, so erzählt die
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