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[1]: 1887
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welche bald zahlreiche Mitglieder zählte. An dem angegebenen Tage empfin-gen mehrere Tausende von Wallfahrern die hh. Sakramente.

Die Wallfahrten nach Wimpfen, vermehrten sich von Jahr zu Jahrbesonders in Folge der wunderbaren Gebetserhörungen, welche sich an diesemOrte ereigneten. In einem besonderen Buche sind dieselben vom 10. August1719 bis zum Jahre 1779 aufgezeichnet. Eine derselben, welche sich am30. August 1719 ereignete, soll hier näher beschrieben werden.

Eine Frau war unter einen dahin fahrenden Wagen gefallen, so daßdie Räder über sie hinweggingen und beide Beine gebrochen und zermalmtwurden. Sie litt furchtbare Schmerzen und alle Bemühungen der Aerztevermochten nicht weder ihr Uebel zu heilen, noch ihre Schmerzen zu lindern.In ihrem Elende wendete sie sich an Gott, er möge ihr doch gnädiglich so-weit beistehen und helfen, daß sie sich aus Krücken fortbewegen könne, dannwolle sie eine Wallfahrt nach Wimpfen machen und dort zwei Füße vonWachs zum Opfer bringen.

Sobald sie dieses Gelübde abgelegt hatte, ließen ihre Schmerzen nachund sie fühlte in ihren Gliedern neue Kraft und neues Leben, so daß sie imStande war, mit Hülse zweier Krücken sich fortzubewegen. Bald nachhertrat sie die gelobte Wallfahrt an, empfing in Wimpfen die hh. Sakramenteund opferte die beiden Wachsfüße. Als sie aber sich hierauf aus der Kircheentfernen wollte, fand sie, daß der eine Fuß ganz geheilt war, so daß sienur einer Krücke bedürfte. Sie ließ nun eine Krücke zum Andenken in derKirche zurück.

Auch heute zählt man an den beiden Kreuzfesten 1290—1399 Com-municanten.

Dey Rupeutsbeeg und das WundePblut zu Biugen.

m Kriege des deutschen Kaisers Albrecht mit den rheinischen Erz-bischöfen wurde die Stadt Bingen mit ihrer festen Burg Kloppvon den königlichen Kriegsmannen belagert. Bei dieser Belagerung erlittgroßes Unheil das von der Stadt auf dem linken User der Nahe gelegeneKlosters Rupertsberg, eine Stiftung der h. Hildegard. Bei der Nachrichtvon dem Anzüge des Heeres setzten die erschreckten Nonnen in eiligster Fluchtüber den Rhein; kaum hatten sie Zeit, ihre Urkunden, Reliquien und Kir-chenschätze mitzunehmen. Sie fanden Zuflucht bei den Nonnen von Eibingen,von wo aus sie sehen konnten, wie es drüben auf dem Rupertsberge zuging.Dort ließ der König seine Wurfmaschine auspflanzen und die Klostergebäudemußten als Pferdeställe dienen.

ss*