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Diener, so wollen auch wir dir zu Diensten sein." Sofort erhoben sichdie fünfzehn Gestalten und verschwanden in den Wolken.
Einige Tage später, am Samstage derselben Woche, sah Hermannzivei brennende Kerzen sich auf die Stelle herabsenken, wo er die frühereErscheinungen gehabt hatte. Er rief eine Frau au, die eben vorüberging,Wut auch sie Zeugin der Erscheinung sei. Nach kurzer Zeit erhoben sichdie Kerzen wieder in die Höhe und verschwanden.
Jetzt theilte Hermann diese Erscheinung in dem benachbarten KlosterLangheim mit. Dort aber wollte man der ganzen Sache keinen Glaubenbemessen. Es geschah nun, daß am 18. Tage nach der letzten Erscheinungeine Magd auf dem Oekonomiehof des Klosters plötzlich zusammen stürzteund wohl eine Stunde lang ohne Lebenszeichen da lag. Man brach ihrden Mnnd auf, um ihr eine Erquickung einzuflößen, jedoch Alles war ver-gebens. Man machte verschiedene Gelübde, ohne Erfolg. Endlich erinnertemn sich der wunderbaren Erscheinungen, von welchen der Schäfer Hermanngesprochen, gelobte sie zu den vierzehn Nothhelfern an die Stätte, wo dieErscheinungen geschehen, und siehe da, sofort kehrte das Bewußtsein zurück,sie erhob sich und war vollkommen gesund.
Jetzt glaubte man an der Wahrheit der Erscheinungen nicht mehrzweifeln zu dürfen; man errichtete vorläufig an der Stelle ein Cruxifix undder Abt Friedrich Heugelein erbaute sodann eine Kapelle, welche am 28. April1118 vom Bischof Anton von Rotenhan eingeweiht wurde. Die Kapellewurde mit Ablässen reichlich begabt und chald wallfahrtete man aus derganzen Umgegend dorthin. Besonders werden als Pilger dorthin bezeichnetKaiser Friedrich III. im Jahre 1485 und der berühmte Maler AlbrechtDürer 15 i9.
Der Bauernaufstand im Jahre 1525 wurde, wie für die ganze Um-geg end, so auch für die Kapelle Vierzehnheiligen verhängnißvoll. Dieselbewurde geplündert, die Orgel und der Altarschmuck entführt, die Propsteiund das Schenkhans ausgeraubt und dann Alles in Brand gesteckt. Nach-dem diese Wirren vorüber gegangen, ließ Abt Johann die stehen gebliebenenMauern wieder/ mit einem Dache versehen, so daß nothdürftig Gottesdienstin derselben gehalten werden konnte. Die vollständige Restauration derGnadenkapclle wurde 1543 unter Abt Konrad Haas von Langheim zumAbschluß gebracht und am 16. Septbr. 1543 fand die feierliche Einweihungdurch den Weihbischof von Bamberg Hr. Johann Ringen statt.
Besonders förderlich für die Wallfahrt war, daß Abt Peter II.Schönfelder am 27. November 1610 für die in der Kapelle errichtete Bru-derschaft die päpstliche Bestätigung und mehrere Ablässe erwirkte.
Die stete Zunahme der Wallfahrt machte das Bedürfniß zu einergrößeren Kirche rege und Abt Stephan Mösinger beschloß, eine solche zu«richten.
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