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Diese wurde sodann am 16. September 1772 durch den FürstbischofAdam Friedrich von Seinsheim feierlich consekrirt.
Bei der allgemeinen Säcularisation im Jahre 1864 wurden die Kir-chenschätze von Vierzehnheiligen, welche aus den frommen Gaben der Gläu-bigen beschafft worden waren, verschleudert. Selbst die drei größeren Glocken,74 Centner schwer, wurden durch öffentliches Ausschreiben als altes Metallzur Auktion ausgebotcn, jedoch gelang es, sie für die Pfarrkirche in Lichten-fels zu erwerben. Zur Seelsorge an der Wallfahrtskirche wurden Priesteraus dem aufgehobenen Dominikanerkloster zu Bamberg bestimmt. Da dieseaber auf den Sterbeetat gesetzt waren, so verringerte sich deren Zahl immermehr; 1827 waren es nur noch drei, von denen zwei 1828 starben. DieSeelsorge wurde nun nothdürftig von Excisterziensern und Weltpriestern be-sorgt, bis endlich 1839 durch König Ludwig I. ein Franziskanerhospitiumdaselbst eingerichtet wurde.
Am 3. März 1835 wurde die Kirche durch einen Blitzstrahl arg be-schädigt; der Blitz zündete am linken Thurm, das Feuer zerstörte den Dach-stuhl, ergriff die Orgel und von hier auch den rechtseitigcn Thurm. 1838wurde Dach und Thürme wieder hergestellt.
Im Jahre 1848 begann der Historienmaler August Palme zu Mün-chen, die Fresken an der Decke und an den Seitcnwänden neu zu schaffen.Wenn man die Kirche durch das Hauptportal betritt, so zeigt das erste Bildan der Wölbung der Emporbühne, wie Petrus vom Heiland die Schlüsseldes Himmelreiches empfängt. Zeugen dieser Bevollmächtigung sind die ApostelJakobus, Johannes und Andreas, der Heiland zeigt auf die von Meeres-fluth umtobte, auf dem Felsen thronende Kirche, zu welcher die Erdenpilgerempor klettern.
Das nächste Bild zeigt die heil, drei Könige aus dem Morgenlandans der Pilgerfahrt nach Bethlehem; im Hintergrund die Hirten, welche vonder Krippe kommen.
Die acht kleineren Bilder in den Seitenschiffen stehen mit diesem inBer-bindung. Oberhalb des St. Georgs-Altars die Verkündigung Mariä, ober-halb des St. Blasius-Altars die Erscheinung des Engels, wo er den heil.Joseph zur Flucht nach Egpptcn auffordert, die vier Evangelisten, der heil.Papst Gregor und der heil. Augustin, sowie viele andere hh. Bischöfe.
Das zweite Deckengemälde über dem Gnadenalter zeigt die Erscheinungder vierzehn Nothhelfcr, wie wir sie oben erzählt haben.
Das Deckengemälde im Presbyterinm zeigt die vierzehn Heiligen inihrer himmlischen Glorie.
Im Kreuzschiffe sind das Opfer Abels, der verlorene Sohn, die büßendeMagalena und das Mahl zu Emaus dargestellt.
Im Jahre 1872 wurde nun die Jubelfeier begangen', wozu PapstPins IX. einen vollkommenen Ablaß bewilligt hatte. Sie dauerte acht Tage,