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Vieezehnheiligen in Frankentlzal.
wischen den Städten Lichtenfels und Staffelstein, nahe dem ehe-maligen Benediktinerkloster Banz liegt in der halben Höhe einesBergzuges die imposante Wallfahrtskirche Vierzehnhciligen mit dem anliegen-den Kloster. Die übrigen drei Wohnhäuser mit den zugehörigen Oekonomie-gebäuden bilden den Weiler Frankenthal.
Es war am Freitag der Quatemberwoche nach Kreuzerhöhung, am24. Sept. 1445, da wollte Hermann, der Sohn des Klostcrschäfers zuFrankenthal, bei anbrechender Dämmerung seine Schafe nach Hause treiben.Als er sich dem Hofe nährte, hörte er plötzlich die Stimme eines weinendenKindes. Hermann erschrack, sah sich um, und erblickte hinter sich auf einemAcker sitzend ein kleines Kind. Er staunte, wie doch das arme Kind hier-her gekommen sein möchte; als er nun auf dasselbe zu ging, änderte sichdessen schmerzvolle Miene in freundliches Lächeln, und da er im Begriffewar, es aufzuheben, verschwand es plötzlich aus seinen Augen.
Der Jüngling kehrte zu seiner Heerde zurück, blickte aber nochmalsnach der Stelle hin, wo er die eigenthümliche Erscheinung gehabt hatte. Undwieder saß das Kind auf derselben Stelle, aber diesmal zwischen zwei bren-nenden Kerzen. Nun beschlich den Schäfer bange Furcht; er rief seinenHund zu sich, bezeichnete sich mit dem h. Kreuzzeichen und ging nun wiederaus die Erscheinung zu. Das Kindlein lächelte ihm wieder freundlich ent-gegen; es schien ihm leuchtend wie Kristall zu sein. Während er abernäher hinzutrat, verschwand es abermals seinen Blicken. Gedankenvoll trieber seine Heerde nach Hause und erzählte seinen Eltern dieses Erlebniß. Diesebefahlen ihm von der Sache zu schweigen, denn sie hielten Alles für Täu-schung. Er sprach jedoch am folgenden Tage mit einem Priester darüber,welcher ihm befahl, wenn er wieder eine ähnliche Erscheinung habe, im Na-men der allerheiligsten Dreifaltigkeit zu fragen, was diese Erscheinung be-deute und verlange.
Es verging fast ein ganzes Jahr. Am Vorabend des Festes derApostelfürsten Petrus und Paulus, Dienstag den 28. Juni 1446 weideteHermann wieder gegen Abend auf demselben Acker, als er plötzlich das Kindauf derselben Stelle sitzen sah, nur halb bekleidet, strahlend wie die Sonneauf der Brust ein rothes Kreuz. Um dasselbe standen im Kreise vierzehnetwas kleinere Kinder, mit Kleidern angethan, welche halb roth und halbweiß waren. Der Jüngling trat hinzu und fragte im Namen der aller-heiligsten Dreifaltigkeit, was es sei und was es wolle. Darauf erhielt erdie Antwort: „Wir sind die vierzehn Nothhelfer; wir wünschen hier eineKapelle zu haben und wollen gnadcnspendend hier weilen: Sei du unser