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gierung zu Würzburg den Vicedechant Johann Michel zu Gerolzhofeu undden Pfarrer Martin Marcquard zu Trunstatt mit der Untersuchung derWunderheilungen. Sie verhörten acht Personen zu Bischberg, Bambcrg,Hallstadt, Priesendorf, welche behaupteten, durch Gebet vor dem Maria Hilf-bilde im Klingenthal wunderbar geheilt worden zu sein, was sie selbst zu be-schwören bereit seien. Die Akten wurden der medizinischen Fakultät zuWürzburg übersendet. Welches Resultat erfolgte, weiß man nicht. Im Sep-tember 1774 erschien jedoch der bischöfliche Comissar Johann Michel, nahmdas Bild vom Stock ab und trug es in feierlicher Prozession in die Pfarr-kirche zu Oberhaid, wo es aus dem Marienaltare zur öffentlichen Verehrungausgesetzt wurde; am 2. September 1777 wurde es mit einem schönen Rah-men, gefertigt vom Bildhauer F. M. Mutschele in Bamberg geschmückt. DieVerehrung des Gnadenbildes nahm immer mehr zu und erhielt sich, obgleichdie französischen Kriege schädlich auf alles religiöse Leben einwirkten, fort.Besonders verrichten viele Verehrer Mariens hier ihre Andacht von MariaGeburt, dem Hauptfeste, bis Ende Oktober.
St. Anna bei Nnkerweilersbach.
m rechten Ufer der Wiesent, eine halbe Stunde nordwestlich vonKirchehrenbach liegt das Kirchdorf Unterweilersbach mit der Wall-fahrtskirche St. Anna. Früher soll an der Stelle der Kirche eine Kapellegestanden haben, deren Ursprung jedoch unbekannt ist. Etwa um das JahrIM wurde die alte Kapelle abgebrochen und namentlich durch Unter-stützung der Edlen Karg von Bebenburg, welche früher in Oberweilersbach,später in Unterweilersbach wohnten, eine Kirche gebaut. Das Bildniß derh. Anna, welches sich in der Kirche befindet und etwa 3 Fuß hoch ist, magauch in der frühreren Kapelle gestanden haben; es hat zwei Kinderfigurenauf dem Arme und stellt also die Großmutter dar. Die Wallfahrten dort-hin sind vorzüglich von Vorchheim am St. Annatage, von den OrtschaftenRettern, Bammersdorf, Hausen, von Drosendorf an Jakobi, von Niedermirs-berg am 22. Juli und von Gösweinstein am Sonntage nach St. Annatag.
Wegen häusiger Ucberschwemmung der Wiesent wurde 1851 ein be-sonderer Lokalkaplan angestellt und der Grundstein zu einer Wohnung fürdenselben gelegt, welche 1852 vollendet war.
Ein Muttergottesbild nebst Flügelthüren, also ein Altarbild, welchesvon der protestantischen Gemeinde Hetzelsdorf gekauft wurde, ist beach-tenswerth.
Das Patrocinium wird am Sonntag nach dem Annatage gefeiert, dasKirchweihfest am Sonntag nach Mariä Heimsuchung.