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[1]: 1887
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zweite Nebenaltar stellt das Begräbniß Christi dar. Auf ihm ist dasBrustbild des heil. Otto, Bischofs von Bamberg, der die erste Peterskircheeinweihte.

Im Jahre 1726 entstand in Abenberg eine gefährliche Krankheit, anwelcher zwischen Ostern und Pfingsten 80 Perscnen starben. Da nahmendie Einwohner ihre Zuflucht zur sel. Stilla und die Krankheit verschwand.Der Abt des Klosters zu Plankstetten, Maurus Herbst, welchem die Ober-leitung über das Kloster Marienburg anvertraut war, verschaffte demselbendie Gebeine des h. Märtyrers Vitalis, die ihm Papst Benedikt XIV. zumGeschenke machte und stellte sie am 27. August 1752 im Chöre der Kirchezur Verehrung aus. 1821 kamen dieselben in die Pfarrkirche zu Stirn beiPleinfeld, nur ein kleiner Theil davon ist in der Pfarrkirche zu Abenberggeblieben.

Bei der Säkularisation traf auch das Kloster Marienburg das Schick-sal der Aufhebung. Die Kirche wurde sodann am 16. April 1827 durchdie Bürgerschaft von Abenberg angekauft und ist jetzt eine Filale der dor-tigen Pfarrkirche.

Marienweihev.

sA,ine Viertelstunde von dem Markte Leugast in Oberfranken liegtdas Dorf Marieuweiher, der Sitz einer Pfarrei mit der alsWallfahrtsstätte berühmten Pfarrkirche und einem Franziskanerkloster. Schonim 12. Jahrhundert war der Ort bekannt und hieß damals Vordersee.Dort baute der h. Otto, Bischof von Bamberg, 1110 zu Ehren der aller-seligsten Jungfrau eine Kirche und weihte sie 1124 ein.

Die Wallfahrt zu dem Marienbilde in der Kirche zu Marienweiherist über 600 Jahre alt. Or. I. A. Eisenmann theilt darüber in seinerBeschreibung des Erzbisthums Bamberg Folgendes mit:

„In früher Zeit war die Gegend um Marienweiher mit dichtenWäldern bedeckt, und an der Straße, welche durch dieselbe von Frankennach Sachsen führte, standen in verschiedeneu Entfernungen von einandersogenannte Nothwirthshäuser. Im 12. Jahrhundert befnhr einmalauch ein sächsischer Fuhrmann, welcher ein Marienbild in Franken hattefertigen lassen, um solches mit nach Hause zu- bringen, diese Straßeund nahm in dem Wirthshause an diesem Orte, damals Vordersee ge-nannt, sein Nachtquartier. In derselben Nacht wurde dieses Haus vonRäubern überfallen; der Fuhrmann aber mit seiner ganzen Habe ent-kam den gierigen Händen dieser Räuber glücklich. Aus Dankbarkeit