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[1]: 1887
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statt. Nach dem Eonsekrationsakte wurde das Guadenbild in feierlichemZuge aus der im Jahre 1723 von dem Fürstbischöfe Lothar Franz erbautenKapuzinerkirche in die neue Kirche übertragen. Nach bendigtem Pontifikal-amte legte der Fürstbischof die Summe von 1S00 Gulden als Opfer aufden Hochaltar; auch schenkte er der Kirche seinen bei der Feier getragenenpriesterlichen Ornat. Dann kehrte er nach Bamberg zurück und der Weih-bischof von Bamberg, Franz Joseph Hahn, weihte die Nebenaltäre der Wall-fahrtskirche.

Wann und wie das Gnadenbild nach Gösweinstein gekommen, ist mitSicherheit nicht zu bestimmen, jedoch nichts spricht gegen die Ueberlieferung,daß es früher in einer Kapelle bei Geißelhöhe verehrt und durch die Edlenvon Trischeldorf, welche ebenfalls zu den Wohlthätern des alten Gotteshauseszu rechnen sind, in dasselbe überbracht worden sei. Es ist aus Lindenholzangefertigt.'

Am 5. August 1746 legte eine Feuersbrunst in wenigen Stunden 53Wohnhäuser des Ortes, darunter das Pfarr-, Schul- und Kirchnersgebäudein Asche. Auch die Kirche ^wurde vom Feuer ergriffen und die Thürmenebst dem Dachstuhl der Kirche eingeäschert. Bis zum 6. Dezember warjedoch der Dachstuhl wieder hergestellt.

Zur Hebung der Wallfahrt trug besonders bei, daß der FürstbischofLothar 1723 das Kapuzinerkloster in Gösweinstein erbaute, dessen Insassenden Gottesdienst in der Wallfahrtskirche besorgten. Im Jahre 1804 wurdedasselbe aufgehoben, dann aber durch Rescript vom 18. Juli 1828 in einFranziskaner-Hospitium umgewandelt.

Im Jahre 1830 wurde das hundertjährige Gedenkfest der Grundstein-legung und 1839 der Kirchweihe feierlich begangen. Bei ersterem Festeempfingen 11000, bei letzterem 12 000 die hh. Sakramente.

Gttgel.

icht weit von Scheßlitz liegt auf einem hohen Felsen, der Burg-ruine Giech gegenüber die dem h. Pankraz gewidmete Wall-fahrtskirche Gügel. Hier stand ursprünglich ein Schloß der Grafen vonAndechs, welches zur Burg Giech gehörte und wie diese dieselben Besitzerwechselte. 1308 wurde es an das Fürstenthum Bamberg verpfändet, dann1309 wieder zurückgenommen und kam 1384 und 1386 durch Kauf ständigan das Hochstift Bamberg.

Die Schloßkapelle wurde 1343 errichtet, dann unter den BischösenLampert von Brunn (st 1399) und Albert von Wertheim (st 1121 restau-