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[1]: 1887
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aus dem sie der 1291 erfolgte Tod ihres Hauptgegners erlöste und wiederauf den Schauplatz neuer Thaten rief. Von einer Klosterstiftung in Laizdurch diese unruhigen, kriegerischen Grafen von Montfort sagt die be.glaubigte Geschichte nichts.

Das Kloster Laiz hatte viele harte Schicksalsschläge zu erdulden, kamnie zu großer Bedeutung und hatte höchstens 20, gewöhnlich nur 15 Be-wohnerinnen auf einmal. Im Jahre 1425 ganz eingeäschert und nachheraus Mangel an Mitteln nur theilweise wieder aufgebaut, kam es im erste»Viertel des 16. Jahrhunderts seinem Untergange nahe. Fast alle Bewohne-rinnen (bis auf 3) waren der Pest und sämmtliche Gebänlichkeiten einerabermaligen Feuersbrunst zum Opfer gefallen, so daß nur noch eine mitBrandschutt bedeckte Hofstatt, einige verschuldete Güter und etliche armeFrauen vorhanden waren. Diesen trostlosen Zustand beseitigte Graf Felixvon Werdcnberg, indem er 1526—27 zur Sühne eines an Graf Andreasvon Sonnenberg verübten Meuchelmordes die Wiederherstellung und Aus-stattung des Klosters Laiz übernahm. Er ließ für dasselbe auch ein schönes,steinernes Votivbild machen, das ihn selbst vor der schmerzhaften Muttergottcsknieend als Bittenden darstellt. Dieses Bild wurde 1783 nach Aufhebungdes Klosters nach Sigmaringen geschafft und über dem Thorbogen desSchlosses angebracht, wo es noch ist. Eine eigene Kirche erhielt auch dasneue Kloster nicht, wohl aber einen gedeckten Gang auf das sogenannte Frauen-chörlein der Pfarrkirche. Das noch stehende Oratorium der Klosterfrauenhinten an der Pfarrkirche, in welchem auf einem eigenen Altare das Gnaden-bild der Schmerzensmutter Maria thront, wurde erst im Jahre 1677 erbautund das Gnadenbild selbst soll 1568 von dem aufgehobenen Kloster Ebingenhergebracht worden sein. Bei Einführung der Reformation in Ebingen, soerzählt nämlich die Sage, wurde denjenigen der dortigen Franziskanerinnen,welche nicht in die Welt zurückkehren wollten, gestattet, ihr gemeinsamesLeben in Ebingen selbst fortzusetzen. Man überließ ihnen ein altes Haus,die Klause genannt, in der oberen Vorstadt bei der Pfarrkirche und einigeganz geringe Einkünfte, dagegen mußten sie das Ordenskleid ablegen, de»neuen Gottesdienst besuchen und sollten nur noch den evangelischen Geistlichenals Seelsorger berathen und gebrauchen. Später wurde auch die Ent-fernung der Heiligenbilder angeordnet, wobei es den Nonnen jedoch gelang,das Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes, in einem Kleiderschrank ver-steckt, zurückzubehalten, vor dem sie nun ihre Hausandacht verrichtete».Wegen ihres geringen Einkommens waren sie darauf angewiesen, etwas znverdienen, was ihnen durch ihre Handfertigkeit im Spinnen, Weben undandere weiblichen Arbeiten um so leichter gelang, als sie immer eine MengeAufträge erhielten. Durch den häufigen Besuch der Klause von Seiten derArbeitgcberinnen wurde es endlich ruchbar, daß das Gnadcnbild sich »ochdaselbst befinde. Trotz des Widerstrcbens der Besitzerinnen — es waren