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3. Die Feste Maria Heimsuchung (2. Juli), Maria Schnee (5. August),Maria Opferung (21. November), der h. Anna (26. Juli), desh. Mendelin (20.Oktober), der H.Katharina (25. November). AmFeste des h. Joseph, des h. Wendelin und der h. Katharina wirddas h. Meßopfer aus den diesen Heiligen geweihten Altären dar-gebracht. An sämmtlichen genannten Feste und Wallfahrtstagenwird der Gottesdienst und zwar von Ostern bis Allerheiligen um9, von da bis Ostern um 9^ Uhr abgehalten. An den dreiBickesheimer Jahrmärkten wird das h. Meßopfer unter Orgel-begleitung um 9 Uhr gefeiert. Während des Maimonates ist anSonn- und Feiertagen nach Beendigung des PfarrgottesdienstesAndacht mit sakrameutalischem Segen.
Bittgänge geschehen alljährlich von den Gemeinden Bulach, Beiertheim,Daplanden, Morsch, Forchheim, Neuburgweiler, Au a. Rhein und zwar vomTage Mariä Heimsuchung an. Die Pfarrkinder von Mörsch kommen am17. August sowie am Samstage vor dem Rosenkranzfeste. Die Pfarr-gcmeinde Bietigheim erscheint am Samstage vor dem Feste der allerheiligstenDreifaltigkeit sowie am Feste des h. Wendelinus.
Die Wallfahrt zur schmerzhaften Muttergottes
iu Laiz.
^Aber Entstehung des Klosters, der Wallfahrt und der PfarreiLaiz gibt es wohl Sagen, aber keine urkundlichen Nachrichten.Ueber das Vorhandensein des Klosters erfährt man erstmals aus einer Ur-kunde vom Jahre 1350, über das einer Wallfahrt aus der Zeit des dreißig-jährigen Krieges, über das der Pfarrei um 1250 bezw. 1242. Letztere istübrigens eine der ältesten Pfarreien in Hohenzollern und war nach Urkundenvon 1266, 73, 75, 73 u. s. w. Dekanatssitz und dazu Mutterkirche für dieStadt Sigmaringen und die Orte Hedingcn, Brenzkofen, Gorheim, Pault,Jnzigkofen, Ober- und Unterschmeien.
Ueber die Entstehung des Klosters Laiz berichtet eine alte Chroniksageungefähr folgendes: Einige Grafen von Montfort, welche der Kaiser Rudolfvon Habsburg wegen wiederholter Empörung hart bestrafen wollte, seienentwichen und c. 1289 und 1200 verkleidet nach Sigmaringeu gekommen,um sich hier bei dem Schloßherrn, ihrem Bruder, zu verbergen. Dieser habesie für Beamte ausgegeben und sei zur Abwendung jedes Verdachtes au denköniglichen Hof gezogen. Die Flüchtlinge seien auch längere Zeit unange-fochten geblieben, eben dadurch aber sorgloser geworden und manchmal mit