Druckschrift 
[1]: 1887
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Früher führte über diesen Felsen der einzige Verbindungspfad zwischen Minund Kleinkenus, viel höher als die jetzige beim Eisenbahnbau erst angelegteFahrstraße. Auch fand sich daran eine fürchterlich schöne Brücke, welche aneiner senkrechten Felsenmaucr den abgeschnittenen Weg nach den benachbar-ten Rheinortcn fortsetzte, die heute aber entfernt ist. Zu diese majestätischeFelsenwand ist die Kapelle des h. Vitus eingehauen, oder vielmehr.sie be-steht ans einer Felsenhöhle, die auf zwei Seiten zugemauert wurde. Ob siemit dem früher auf dem Klotz gestandenen Schlosse, von dem nur noch einigeMauerrcste vorhanden sind, in Verbindung war, läßt sich nicht ermitteln.Die Kapelle besaß im letzten Jahrhundert noch ein Vermögen von IMPfund; dasselbe wurde aber 1783 vom Bischöfe zu Basel mit Einwilligungdes Bischofs Maximilian Christof von Konstanz zum Baue des Schnlhan-ses in Jstein verwendet; die Steine dazu wurden vom ehemaligen St. Al-banskloster, das unterhalb des Klotz stand, genommen. Der Kapelle ver-blieben nur 100 Pfund, aus deren Zinsen die Gebühren für 5 h. Messenbestritten werden. Am Feste des h. Vitus, sowie in jeder Quatemberwochcund in der Bittwoche wird darin die h. Messe gelesen. Früher war dieWallfahrt dorthin stark besucht, jetzt ist sie fast ganz erloschen, da rings umJstein die Bevölkerung überall protestantisch ist. Das Innere der Kapelleist sehr dürftig, allein die Aussicht bei ihr über das Rheinthal, Elsaß undBasel entzückend.

An die nahe Felsenmühle schließt sich die folgende fromme Sage.Als zu Ende des 17. Jahrhunderts die Franzosen von Zeit zu Zeit durchUeberfälle und Gewaltthätigkeiten die dortigen Rheinbewohner ängstigten,floh ein schönes, aber armes, schutzloses Mädchen in finsterer Nacht zu derStätte, wo jetzt die Felsenmühle steht, verbarg sich daselbst in einer Klnsjund ward allmählich von der h. Jungfrau, deren Hülfe sie angefleht, mitSpeise und Trank versehen, bis die Gefahr vorüber gegangen war. ZumDank dafür stiftete die fromme Jungfrau späterhin das Bild ihrer Retten»in der Wallfahrtskirche.

Der Litzelberg bei Sasbach am Rhein.

Städtchen 'Endingen bis zum Städtchen Altbreisach linstparallel mit dem Nheinstrome ein Gebirg wie eine Insel imRhein-thale, der Kaiserstuhl, welcher auf vulkanischen Ursprung zurückgeführt wird.Am westlichsten Ende des Kaiserstuhls, ^/z Stunde vom Hauptgebirge ent-fernt, liegen hart am Rheine zwei steil aufsteigende Zwillingsberge, von denender eine den südlichsten, der andere den nördlichsten Punkt des ganzen Ge-