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[1]: 1887
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crhönmgen der Besuch des Ortes immer zahlreicher wurde. In der Mittedes vorigen Jahrhunderts war die Kapelle baufällig geworden und die ganzeUmgegend wetteiferte, dem Lieblinge des Volkes ein würdiges Heiligthum zuerrichten; reichlich flössen die Spenden in Geld und Baumaterialien und imÄhre 1765 konnte der Grundstein zur jetzigen geräumigen Kapelle gelegtwerden.. An der Vorderseite ist ein Balkon für den Prediger angebrachtund darüber in einer Nische eine Statue des h. Antonius. Das Altarge-mäldc stellt den h. Antonius mit dem Jesukinde dar; es war 1767 nacheiner Urkunde drei Tage lang zu Padua am Grabe des Heiligen und wurdedort benedicirt. Die Kapelle wurde mit Ablaßprivilegien ausgestattet undbesitzt in drei Ostensorien Reliquien des Heiligen mit Authentik; der Fondfür Bau und Unterhaltung derselben beträgt etwa 11,000 Mark.

Seit Beginn dieses Jahrhunderts wohnte in dem bei der Kapelle be-findlichen Häuschen der Abb6 Jlg, welcher aus Frankreich in Folge derfranzösischen Revolution vertrieben war. Bis zu seinem Tode 1857 pasto-rirte er ununterbrochen die Wallfahrt, welche dadurch natürlich einen höherenAufschwung gewann. Mehr aber noch trugen dazu bei die wunderbarenGcbctserhörnngen, welche au diesem Orte auf Fürbitte des Heiligen statt-fanden. —

Das Patrocinium der Kapelle wird jährlich am Sonntage nach dem13. Juni in der Pfarrkirche begangen, von wo Nachmittags eine feierlicheProzession zu der Kapelle geführt wird. Jeden Dienstag wird in derselbendie h. Messe gelesen.

Mallfahrt zum h. Vitus in Istein.

,/^H,in ^ Stunde von Lörrach und etwa 3 Stunden von Baselrheinabwärts liegt in fruchtbarer, schöner Gegend das DorfMein. Der Wein, der hier wächst, gehört zu den besten des Landes undwirkt besonders gegen Gries und Stein; der Boden enthält viel Kalkerde.Der Freiherr von Freystett besitzt ein Schloß und bedeutende Rebengeländedaselbst. Die katholische Pfarrei gehörte früher zum Bisthum Basel undstand dem dortigen Domstist das Präsentationsrecht zu. Seit 1300 warMein Eigenthum der Baseler Bischöfe, deren obere und untere Burg aufdem Klotz 1409 bezw. 1411 zerstört wurde. Erst 1803 kam es an Ba-den. Das 1205 gestiftete Fraueukloster bestand nur kurze Zeit.

Eine Sehenswürdigkeit ist der Jsteiner Klotz, eine gewaltige Felsen-masse, die einen Vorsprung des. Gebirges zum Ufer des Rheines bildet.

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