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beiden Kirchenfürsten wurden vom Stadtthore ab in Prozession zunächst zumPfarrhause und dann in die Kirche geführt, wo beide nacheinander am Grabecelebrirten und der Fürstbischof von Breslau den Segen mit dem Lanetiss-mum ertheilte. Letzterer legte auch später, so lange dies möglich war, in derOktave am Grabe der Landespatronin sein Gebetopfer nieder.
Der Verein der schlesischen Malteser kaufte am 17. Januar 1871 für15099 Thlr. einen Theil des ehrwürdigen, seit der Säkularisation zu weltlichenZwecken (Spinnfabrik) verwendeten Cisterziensernonnenklosters, richtete dieRäume als Lazareth für verwundete Krieger ein und trat es an die Kon-gregation der barmherzigen Schwestern vom h. Karl Borromäus ab. Letztereverlegten mit Genehmigung des heil. Stuhles und des Diöcesanbischoses ihrMutterhaus und Noviziat von Neisse nach Trebnitz. Nach Herstellung derverwundeten Krieger öffneten sich die Krankensäle den mittellosen Erkranktender Umgegend.
Als Hauptfeste werden noch gegenwärtig die Gedächtnißtage der heil.Landespatronin, der Tag des h. Bartholomäus, zu dessen Ehre die Stifts-kirche 1219 consekrirt worden und der Schlußtag der Fronleichnamsoktavebegangen. In der noch im romantischen Stile erhaltenen Kirche (3schifsigePfeilerbasilika mit Transept und drei den Schiffen entsprechenden Absiden)befinden sich 24 Altäre, im Hauptgange rechts und links ist das Leben derh. Fürstin auf mehreren von Wilman gemalten Bildern dargestellt. Diekostbar eingefaßte, mit Perlen geschmückte Hirnschale wird bei Prozessionen vordem Hochwürdigsten Gute einhergetragen.
In neuerer Zeit (seit 1881) ist die Kirche zum größeren Theile reno-virt worden durch Gaben hochherziger Wohlthäter von nah und fern undder Pilger, deren Zahl in den letzten Jahren 8090 bis 10000 betrug.
Auch der gegenwärtige Fürstbischof Robert ist ein begeisterter Verehrerder h. Hedwig und besuchte ihre Gnadenstätte zu wiederholten Malen (imZuli und Oktober 1882 und im Mai 1833).
Am 30. Mai 1885 traf — ganz unerwartet — von Schloß Spbillen-ort die Königin Karola von Sachsen in Trebnitz ein, um der heil. Landes-patrouin den Tribut ihrer Verehrung in ihrer Grabeskirche darzubringen.
Wartha an der Neisty.
./M^ein Jüngling aus der böhmischen Besatzung Bardums, des heu--^^tigen Wartha, verrichtete einst auf einem außerhalb der Burggelegenen Hügel sein Gebet. Als er aufblickte, gewahrte er die Mutter Got-üs, die ihm ihr Bildniß mit den Worten überreichte: „Nimm hin deine