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Augenwmdung wiederholte sich am 28. Juni 1746 von <V/z bis 8^ Uhr,dann am 29. Juni sowohl Vormittags als Abends.

Der Stadtpfarrer Forster beschloß nun, eine große Kirche daselbst zuerbauen. Im Jahre 1758 war dieselbe unter Dach, das Chor und derHochaltar vollendet. Nun wurde das Gnadcnbild auf den Hochaltar ge-bracht und die Kapelle abgebrochen. Nach Vollendung des Marienaltars1756 fand das Bild auf diesem seine bleibende Stätte. 1757 war dieKirche selbst so weit vollendet, daß sie dem Gottesdienste übergeben werdenkonnte. 1760 begann mit dem Bau der Thürme, jedoch ist nur der einevollendet worden, der andere, welcher bis zum Kirchendache aufgeführt ist,harrt noch immer der Vollendung. Am 21. April 1782 wurde die Kirchedurch den Weihbischof von Eichstätt, Graf Felix von Stubenberg, feierlicheingeweiht.

Die Kirche ist 147 Fuß lang, 75 Fuß breit und im Innern 54 Fußhoch; der Thurm hat eine Höhe von 180 Fuß. Sie har 6 Altäre. DerHochaltar stellt in dem größeren Altarbild die Himmelfahrt Christi, in demoberen kleineren die Himmelfahrt Mariä dar. Mitten in der Kirche, dort,wo früher die Kapelle stand, erhebt sich der Gnadcnaltar mit dem Gnaden-bilde. Dieses ist 3 Fuß hoch. Das Haupt des Bildes ziert eine Kroue,in der rechten Hand befindet sich ein Scepter, auf dem linken Arm ruht dasJesukind. Von beiden Seiten dieses Altars führen 5 Stufen in das Chor.Hinter dem Gnadenaltar ist der Brunnen, aus welchem eine Quelle spru-delt, deren Wasser durch eine Röhre in ein steineres Becken geleitet wird.Die Gewölbe der Kirche sind mit Wandmalereien verziert.

Zur Ausübung des Gottesdienstes an der Kirche sind zwei Wallfahrts-pri ester angestellt, denen zeitweise ein dritter beigegeben wird. Auch leistendie benachbarten Pfarrgeistlichen Aushülfe. Ablässe wurden von den Päp-sten Bcnedikt XIV. und Pins VI. ertheilt. Die Zahl der Communicantenbeläuft sich jährlich auf etwa 9000. Im Jahre 1845 wurde vom 1. bis8. Mai das einhundertjährige Jubiläum der Wallfahrtskirche gefeiert, beiwelcher Feier der damalige Bischof von Eichstätt, Karl August Graf vonReisach, zugegen war. Die Zahl der Communicanten betrug während der-selben 22,000.

Wies bei Steingaden.

^?H,ine Stunde östlich von Steingaden, unmittelbar am Tranchge-i^Mrge, liegt die Wallfahrtskirche Wies. Ihre Entstehung erzähltdie Legende wie folgt!

In der Charfreitagsprozession zu Steingaden wurde im Jahre 17Wauch eine 4^ Fuß hohe Figur des an eine Säule gebundenen gegeißelten