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[1]: 1887
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Wunderbare Gebetserhörungm an diesem Marienbilde veranlaßten dasbischöfliche Ordinariat in Konstanz zu einer genauen Untersuchung und eswurde die Wahrheit und Richtigkeit derselben festgestellt. Die desfallsigeoberhirtliche Entscheidung wurde in unzähligen Exemplaren in der weitenUmgegend verbreitet und nunmehr nahm die Wallfahrt einen solchen Auf-schwung, daß die bisherige Kirche die Zahl der Pilger nicht fassen konnte.Das Kloster Münchroth traf daher Vorkehrungen zum Bau einer neuenund geräumigern Kirche, welche auf einer Anhöhe errichtet und 1753 voll-endet wurde.

Das in dieser Kirche befindliche Gnadenbild der schmerzhaften Mutterist ein durchaus gelungenes Werk der Bildhauerkunst. In stummem Schmerzsteht die hehre Gottesmuttes da, den Blick auf ihren sterbenden Sohn ge-richtet. Die linke Hand ruht auf der von Leid gedrückten Brust, währenddie rechte sich niedersenkt, gleichsam die Ergebung in Gottes heiligen Willenaussprechend. Auf dem Haupte trägt sie eine Krone und ein zweischneidigesSchwert durchdringt ihr Herz. Die Statue hat eine Höhe von 5 Fuß 1Zoll und ist eusprechend colorirt.

Verschiedene Päpste haben der Wallfahrtskirche bedeutende Ablässe be-willigt und der Zudrang der Pilger, besonders auch aus dem benachbartenWürttembergischen ist so groß, das jährlich 20—25000 heil. Kommunionenin der Kirche gespendet werden.

Violau.

Stunden nordöstlich von Augsburg entfernt in einem kleinenThale liegt die Pfarr- und Wallfahrtskirche Violau, welcheseit alten Zeiten von den Gläubigen der Umgegend fleißig besucht wird.

Dem Namen Violau begegnen wir zuerst 1282. Heinrich Fraß vonWolfsberg hatte am 21. Januar 1281 dem Benediktinermönche Heinrich,Kaplan in Oberschönenfeld, den Ort Heslinbach bei Münster in der Absichtgeschenkt, daß derselbe dort ein Benediktinerkloster gründen solle. DiesesGut übergab Heinrich der Aebtissin des Klosters Oberschönenberg, welchevon den drei Wolfsberger Brüdern Heinrich, Eberhard und Ulrich 1282noch einen Hof in Wolssbach hinzukaufte, worauf der Mönch Heinrich da-selbst ein Hospiz für Benediktinermönche gründete. Bald darauf jedochwurde das neue Kloster mit Cisterziensern besetzt, welche die dort ent-standene Wallfahrt zu versehen hatten. Heslinbach führte von nun an denNamen Violau, woher derselbe aber entstanden, ist unbekannt.