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mußten nach Roggenburg zur h. Taufe gebracht werden bis i. I. 1805snach der Säkularisation) Schießen zu einer Pfarrei erhoben wurde unb allepfarrlichen Rechte zu genießen anfieng."
Die Kirche in Schießen ist im Spätrenaissance-Stil erbaut — mitreicher Stukatur und sehr einladend und gefällig. Der schöne Altar wurdeleider vor etwa 70 Jahren von einem Expater Friedrich Sturmlerner ver-kauft und soll jetzt in Dietenheim bei Jllertissen sich befinden. Dafür wurdeein plumper Holzkoloß aufgestellt, der nicht zum Stil der Kirche und derSeitenaltäre paßt. Im August 1885 hatte der jetzige Herr Pfarrer, nach-dem bereits im Frühjahr ein neues Tabernakel für 1200 Mark geliefert,noch mit etwa 800 Mark den Hochaltar thunlichst adaptiren und restaurirenlassen.
Die im Jahre 1781 von dem Maler Hueber angefertigten Gemäldestellen dar: im Chöre 1. die Einweihung der Kirche Maria Schnee durchden Papst; 2. die Prozession in Rom zur Zeit der Pest mit dem BildeMaria Major; im Schiffe 1. Judith enthauptet den Holofernes; 2. Esthervor dem Könige; 3. Rebecka am Brunnen, also Sinnbilder auf Maria.
Vom 4.—8. September 1881 wurde das zweite Wallsahrtsjubiläummit einer Mission abgehalten.
Die meisten Wallfahrer kommen an den Fastensamstagen sowie an denFesten Sieben Schmerzen Mariä und Mariä Geburt und es würde derZuspruch noch größer sein, wenn mehr Gelegenheit zum Beichten gebo-ten wäre.
Die Wallfahrtskirche Maria-Steinbach in Schwaben.
HMm linken Ufer des Jllerflusses, im Regierungsbezirk Schwabenund Neuburg, etwa drei Stunden südwestlich von der StadtMemmingen liegt das Dorf Steinbach, wo sich ein viel besuchtes Gnaden-bild der schmerzhaften Mutter Maria befindet.
Im Jahre 1723 erhielt die Pfarrkirche zu Steinbach eine Partikel desheil. Kreuzes zum Geschenk, welche sodann am Feste der Erfindung des h.Kreuzes feierlich zur öffentlichen Verehrung ausgesetzt wurde. Drei Jahrespäter wurde ein ziemlich großes Kreuz aus einer in der Nähe gelegenenFeldkapelle und dann im Jahre 1729 aus derselben zwei Statuen, Mariaund Johannes unter dem Kreuze darstellend, auf dem Hochaltare der Pfarr-kirche aufgestellt. Vom Jahre 1730 an wurde nun der Zudrang der Wall-fahrer immer stärker, besonders aber war es das Bild der schmerzhaftenMutter, vor welcher das Volk seine Andacht verrichtete.