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Skromberg im Kreise Beckum.
A^sie Entstehung der Wallfahrt zu Stromberg wird in folgenderWeise erzählt: „Vor gar langer Zeit lebte auf der Burg zuStromberg ein Graf, der seine Tochter einein benachbarten Frauenkloster zurErziehung übergeben hatte. Oft kam er zum Besuche seines Kindes dorthin.In dem Kreuzgange des Klosters hing ein altes Krucifix, welches dem Gra-fen besonders gefiel und vor welchem er oft ein Gebet verrichtete. Da diesesKrucifix von den Nonnen wenig beachtet wurde, so erhielt er es auf seineBitten gerne zum Geschenke. Voll Freude nahm er das Bild mit sich nachHause und als er Abends bei seiner Burg anlangte, ließ er es unter einenAHornstrauch stellen, um es am folgenden Morgen in die am Fnße desBerges gelegene St. Lambertuskirche zu bringen. Nachdem dieses geschehen,fand man des folgenden Tages das Bild wieder unter dem Ahornstrauchestehen. Niemand konnte sich dieses erklären, denn die Kirchthüren warendie ganze Nacht hindurch geschlossen gewesen. Man trug das Bild zurKirche zurück, aber trotz aller Vorsicht befand es sich am folgenden Tagewieder unter dem Ahornstrauche. Zum drittenmale ward es in die Kirchegebracht und es wurden um die ganze Kirche Wachen ausgestellt, damit Nie-mand in dieselbe gehen könne. Auch jetzt fand man des folgenden Tagesdas Bild wieder auf dem Berge. Nunmehr erkannte der Graf darin eineFügung Gottes und er ließ an der Stelle des AHornstrauches eine Kapelleerrichten, in welcher das Kruzifix zur Verehrung aufgestellt wurde."
Urkundlich steht fest, daß diese Kreuzkapelle bereits im 12. Jahrhun-dert bestand und zu dieser Zeit Prozessionen aus weiter Ferne dorthin wall-fahrteten. Im Jahre 1187 hatte sie einen eigenen Geistlichen, welcher zum1. Kreuzznge unter Gottsried von Bouillon einen Geldbeitrag leisten mußte.Otto, Bischof von Münster, der im Jahre 1218 auf einem Kreuzzuge zuCäsarea in Syrien starb, wurde in der Krcuzkapelle beerdigt.
Im Jahre 1316 brannte die Kapelle ab, das Kruzifix aber blieb un-versehrt. Papst Johannes XXII. forderte nun die Christgläubigen zu Bei-trägen für den Wiederaufbau derselben auf und der Stromberger Burg-mann Conrad von Batenhorst errichtete die neue Kapelle aus eigenen Mit-teln und stattete sie reichlich mit Gütern aus. In Folge dessen wurde ihmund seinem Sohne das Patronatrecht über die Kapelle verliehen.
Heinrich von Mörs, Bischof von Münster, welcher am 2. Juli 1150auf seinem Schlosse zu AHaus starb, wurde in der Kreuzkapelle begraben.
In dem Kriege der Spanier gegen die Niederlande kam es häufigvor, daß die streitenden Parteien Uebcrfälle und Plünderungen in dasdeutsche Gebiet machten. Als nun am 24. Juni 1600 die Prozession zu