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[1]: 1887
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einige Rosenkränze zu haben, welche ihm bereitwillig übergeben wurden.Sodann verlangte er die großen Kerzen zu sehen, welche von höher gestell-ten Personen geopfert würden. Aus diesen wühlte er die größte und brachtesie selbst als Opfer dar. Sodann forderte er den Superior auf, für sicheine Gnade zu erbitten. Dieser bat um Schutz der katholischen Religionund besonders des Gnadcnortes Kevelaer, sowie daß in Zukunft die Pfarr-stelle daselbst mit einem Oratorianer besetzt werde. Der König gab seineZustimmung.

Am 12. Juli 1728 erschien Herr von Walrave, Gouverneur vonMagdeburg, im Auftrage des Königs von Preußen in Kevelaer und opfertefür denselben eine 50pfündige Wachskerze. Unter dem Leuchter, auf den dieKerze gestellt wurde, ließ er die Inschrift anbringen: H-isäsrious IVilllel-mus rsx sinAuIari in L. V. U. akksetu eersura Ina oiatulit XVI. llulüXVIILXIV. itsruingus prasvaisso sauto rsAio XII. llulü XVIIGXXVIII.

Im Sommer 1738 kam König Friedrich Wilhelm I. mit den zweiältesten Prinzen nach Kevelaer und besuchte das Gnadenbild; sodann begaber sich zu den Buden und kaufte Rosenkränze und Gebetbücher für wackerekatholische Soldaten, welche er sodann benediziren ließ.

Viele Geschenke und Opfergaben wurden der Wallfahrt zu Theil. Am

14. Juni 1725 sandte ein Baron von Fürstenberg 106 Goldpistolen; am

15. August 1726 brachten die Gräfinnen von Bentheim und Nesselrode per-sönlich Geschenke in Gold und Silber; 1731 opferte der Fürst Salm-Salmeine weiße Wachskerze von 160 Pfund; am 27. August 1734 erschien derKurfürst und Erzbischof Clemens August von Köln als Pilger, las in derGnadenkapelle am folgenden Tage die h. Messe und brachte als Opfer eineMonstranz, ein Ciborinm, einen Kelch, zwei Ampullen, ein kostbares Meß-gewand u. a. dar.

Im Jahre 1742 wurde das 160jährige Jubiläum gefeiert. Wennschon für die vorangegangenen 166 Jahre die Zahl der jährlichen Pilgerauf 166,666 angegeben wird, so kamen in diesem Jahre oft an einem Tageüber 36,666 Pilger, so daß sie im Freien übernachten mußten.

Beim Ausbruche der französischen Revolution besetzte Vandamme dasDorf Kevelaer, ließ das Oratorium umschließen und drohte, die Patres alsGeiseln fortzuführen, wenn ihm nicht 15,000 Livres ausgezahlt würden.So schwer dieses Opfer war, kam es dennoch zu Stande. Die Franzosenzogen ab; da aber die Beschlagnahme der Kapellen und des Klosters zubefürchten war, ließen die Oratorianer alle Kostbarkeiten nach Wesel undMünster und von da nach der Insel Nordstrand, wo sie ein Kloster hatten,bringen. Bei einem Brande in Nordstrand gingen sie zn Grunde.

Inzwischen waren die Franzosen über die Grenze geschlagen worden,kamen aber 1794 zurück und blieben bis 1814 im Lande. Die Pilgerwurden mißhandelt, ihre Kreuze und Fahnen zerbrochen. Jedoch nach eini-

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