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sikbegleitung vierstimmige Psalmen gesungen. So geschieht es mit allen viergroßen Heiligtümern.
Am Nachmittage werden die Heiligthümer auf dem Hochaltare und imChöre ausgestellt. Die Pilger versammeln sich in den dazu bestimmtenKirchen der Stadt, von wo aus sie prozessionsweise zum Dome geführtwerden. Hier gehen sie um den Hochaltar, bei welcher Gelegenheit dennauch Devotionsgegenstände von Priestern an die Heiligthümer angerührtwerden.
Die Wallfahrt zur h. Luftildis in Lüftelberg.
in im Jahre 1608 von Kornelius Curtius verfaßtes Dokumentberichtet uns über die h. Luftildis Folgendes:
„Nicht weit von Rheinbach liegt ein Dorf auf einer Anhöhe mit einerschönen Kirche und einem marmornen Denkmale der heiligen Jungfrau undBraut Christi Luftildis, Lüftelberg genannt. In dieser Kirche, nicht weitvom Eingange, befindet sich ein Altar mit der Statue der h. Luftildis. Vordemselben steht ein großer Kasten mit einer Oeffnung, durch welche Getreidezu Ehren der Dienerin Christi von den allenthalben zusammenströmendenGläubigen eingeschüttet und sodann unter die Armen vertheilt wird. Beson-ders Taube und Kopfleidende pilgern das ganze Jahr hindurch, vorzüglichaber am 23. Januar dorthin, da dieser Tag der seligen Jungfrau undBraut Christi geweiht ist. Hinter dem Altar der Kirche, fast in der Mitteerhebt sich etwa 6 Fuß über dem Boden der Kirche das Grab der Heiligenaus Porphyr oder Marmor von grünlichblauer Farbe und solcher Glätte,daß es dem Eise nicht nachsteht, mit Leuchtern und Kerzen umgeben, einsehr altes Denkmal, welches die Verehrung der Heiligen seit alter Zeit be-weist und bis auf den heutigen Tag von Allen bewundert wird. Nebendem Kirchhofe sieht man eine große, schöne Wiese, welche zur benachbartenBurg gehört. In dieser befindet sich, durch eine Mauer von dem Kirchhofegetrennt, ein Hügel, auf welchem die Magd Gottes ihre Wohnung gehabthaben soll, von der auch noch die Spuren zu sehen find, damit sie ganz inder Nähe der Kirche dem Gottesdienste leichter beiwohnen könne. Denn vondieser Wohnung führte ein Weg nach dem Thurme und in der Mauer be-fand sich eine Thüre, die jetzt vermauert aber noch deutlich zu erkennen ist.Hieraus läßt sich der Schluß ziehen, daß die Selige unermüdet im DiensteGottes war, sowie auch, daß sie aus der Burg, zu welcher die Wiese ge-hört, herstammte. Immerhin bleibt es zu bedauern, daß Niemand von denVorfahren ihr Geschlecht, ihr Alter, ihr Leben und ihren Tod beschriebenhat. Aber desto sicherer ist sie im Buche des Lebens ausgezeichnet, je we-