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Muttergottesbild machen lassen, das immer vor ihr stand, wenn sie in ihrerHauskapelle ihre Andacht verrichtete. Wie ihre Gebete sich immer an dieses.Bild knüpften, so brachte sie auch die Erhörung derselben mit ihm in Ver-bindung.
Noch am nämlichen Abend, als die Königin gestorben war, fuhr deraußerordentliche päpstliche Botschafter Nosetti, der zugleich mit dem damaligenNuntius zu Köln, Fabio Chigi, später Papst Alexander VII., der Königinin den letzten Tagen beistand, nach der Schnurgasse, um dem Kloster per-sönlich diese frohe Nachricht zu überbringen.
Das Bild, obschon nun Eigenthum des Klosters, ward gleichwohl dem-selben noch nicht übergeben. Um ihren letzten Willen zu vollstrecken, hattedie Königin außer ihrem Sohne, König Ludwig XIII. von Frankreich, denKurfürst Ferdinand von Köln bestimmt. Dieser ließ sogleich Alles, wassie hinterließ, versiegeln und verschließen. Es dauerte einige Zeit, bis. einAbgesandter des Königs von Frankreich in Köln anlangte, um das, wasdie Königin angeordnet hatte, zu vollstrecken und die Leiche nach Frankreich-zu bringen. Bei seiner Ankunft ließ die Superiorin des Klosters, Jsabcllavom h. Geist, auf die Ucbergabe des Gnadenbildes dringen, an dem ihr so-viel gelegen war, während alles Andere, was die Königin dem Kloster ver-macht hatte, ihr wenig am Herzen lag. Der Prior der Karmeliten, der mitFreuden den Auftrag Jsabella's übernommen hatte, gab sich alle Mühe,dasselbe für unser Kloster zu erhalten. Aber der französische Kommissarmachte immer neue Schwierigkeiten und wollte, da Andere das Bild zu be-sitzen wünschten, das Testament in einer willkürlichen Weise auslegen. DieSache zog sich in die Länge. Schon war das neue Jahr herangekommen.
Am 5. Januar 1643, dem Vorabend des Festes der heil, drei Könige,war das Verlangen der Nonnen nach dem Gnadenbilde besonders lebhaft;sie wünschten sehnlich, das heilige Bildniß im Kloster zu haben, um vordemselben, dem Gebrauche des Ordens gemäß, die Gelübde zu erneuern und
und konnte sich nicht von der Stelle bewegen. Als man den Schäfer zu Hause ver-mißte, ging der Eigenthümer der Schafheerde auf die Weide, um ihn zu suchen Erfand ihn unbeweglich unter dem Eichbaum stehen und nachdem er den Hergang ver-nommen, nahm er das Bild und setzte es wieder an seine frühere Stelle
Nun strömten von allen Seiten Wallfahrer hinzu und da Jeder ein Stückchenvon dem Eichbaume abschnitt, um es mit sich nach Hause zu nehmen, so ward der-selbe ganz verstümmelt und man sah sich veranlaßt, denselben umzuhauen. Als nunHerzog Albert und seine Gemahlin Jsabella Clara Eugenia. regierende Fürstin derNiederlande, dorthin kamen und einen Theil von der Eiche zu erhalten wünschten,gab man ihnen ein ansehnliches Stück von iN/z Fuß Länge und I Fuß Breite undDicke. Dieses übergaben sie ihrem Schatzmeister mit dem Auftrage, es sorgfältig auf-zubewahren und zu ihren Kleinodien zu legen. Als der Herzog gestorben war, schenktees die Besitzerin dem nachfolgenden Landesherr», dem Kardinal-Jnfanten Ferdinand,der es ebenfalls in hohen Ehren hielt.