Druckschrift 
[1]: 1887
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Predigt gehalten. Sodann wurden die Reliquien in die drei Königenkapelleübertragen.

Am folgenden Sonntage fand die Drei-Königsfeier mit großem Glänzestatt, welche auf 8 Tage ausgedehnt wurde.

' Die heiligen Gebeine waren nun zwar im Besitze des Domes, aberder kostbare Schrein befand sich noch in Frankfurt, wohin ihn das Dom-kapitel von Arnsberg aus geschickt hatte. Der dortige Stadtmagistrat undder Landgraf weigerten die Herausgabe und es kostete viele Mühe undgroße Verdrießlichkeiten, bis sie sich dazu verstanden. Als der Schrein end-lich in Köln ankam, fand man denselben sehr verdorben. Des leichterenTransports wegen hatte man ihn nämlich auseinander nehmen müssen undso waren einzelne Theile sehr beschädigt. Er wurde nun so weit möglichwieder hergestellt und am 8. Januar 1807 wurden die Reliquien in den-selben eingelegt. Statt der früheren goldenen Kronen waren drei neue ver-goldete angefertigt.

Im Jahre 1820 wurde der Rcliquienschrein beraubt; man fand jedochdie gestohlenen Theile in einem Acker bei Melaten wieder.

Besonders bemerkcuswerth ist die Feier des 700jährigcn Jubiläumsder Ucbcrtraguug der Reliquien im Jähre 1864. Eine ganze Oktav hin-durch, vom 23. bis 30. Juli, wurde dasselbe begangen. In großen Mengenströmten die Gläubigen nach Köln und die so geräumige Domkirche konntedie zahlreichen Prozessionen kaum fassen. Zum Schlüsse derselben wurdendie Reliquien wissenschaftlich untersucht und dadurch constatirt, daß der einebei seinem Tode ein Jüngling, der andere ein Mann und der dritte einGreis war.

Maria, die Königin des Friedens, in der Kirchezur Schnurgasse zu Köln.

m Jahre 1631 mußte die Königin-Witwe Heinrichs IV. von Frank-reich, Maria von Medici, aus Frankreich flüchten und begabsich zunächst nach Brüssel. Als aber, nun ein Krieg zwischen Frankreich undSpanien losbrach, begab sie sich nach Holland und von da nach England, daihre Tochter Henrictte die Gemahlin Königs Karl I. von England war. Aberauch hier war ihres Bleibens nicht; nach vielem Herumirren durch Europakam sie zuletzt nach Köln, am 13. Oktober 1641. Durch ein Breoe PapstUrban's VIII. erhielt sie die Erlaubniß, die Karmeliterinncn des Klostersin der Schnurgasse besuchen und in ihre Klausur eintreten zu dürfen. Manhat sie sagen hören; daß all ihr Trost, den sie in Köln gefunden, ihr von