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[1]: 1887
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nige zu Salms, Estrabonne, Bisanz, Breisach, Mainz, Erpel ist diese Rich-tung wohl nicht zu bezweifeln.

Am 23. Juli 1164 langte Ncinald mit den Heiligthümern zu Kölnan und wurde nach dreijähriger Abwesenheit von der Geistlichkeit und derBürgerschaft mit ungemessener Freude und den größten Ehrenbezeugungenempfangen; unter feierlichen Gesängen wurden die Reliquien im Dome desh. Petrus niedergelegt. Nichts Werthvollcres hätte der Erzbischof von seinerReise heimführen können, als diese Schätze, die das heilige Köln mit einemgeistlichen Glänze umgaben, wie er in dieser Weise keiner anderen StadtDeutschlands je geworden ist.

Theilt auch unsere Zeit den frommen Glauben des Mittclaltcrs nicht,der das Wohl und Wehe einer Stadt auf mystische Weise mit dem Besitzeder Gebeine ihres Schutzheiligen verband, der mit den h. drei Königen denWohlstand und die Blüthe Mailands nach Köln überbracht glaubte, so kön-nen wir doch nicht läugnen, daß der Hauptgrund des Aufblühens und spä-teren Ansehens der nicderrheiuischen Metropole nächst ihrer günstigen Lageund der Rührigkeit ihrer Einwohner vor Allem in dem fortwährenden Zu-sammenströmen von Pilgern aus allen Theilen der Welt zu suchen ist. —Nächst dem h. Grabe zu Jerusalem, den Gräbern der Apostelfürsten zuRom, den Gebeinen des h. Jakobus zu Kompostclla wird vorzüglich Kölndas Ziel, wo das ganze Mittelaltcr hindurch gläubige Gemüther Befriedi-gung des religiösen Bedürfnisses suchten. Dadurch hob sich bald der Reich-thum und der Handel der Stadt; neue Straßen entstanden an bisher un-bewohnten Plätzen, nicht gar lange nachher wurde die Stadt mit Ring-mauern von größerer Ausdehnung umgeben und noch war kein Jahrhundertseit der Ucbcrbringung verflossen, als man es unternehmen konnte, über denGebeinen der Heiligen den Prachtbau des kölner Domes zu wölben. Mitjener Zeit, sagt eine Quelle des 15. Jahrhunderts, habe Köln begonnen zuwachsen au Ruhm und Macht und noch höre der Zusammenfluß der Gläu-bigen aus den fernsten Gegenden und von den Inseln des Meeres nichtauf. Vom Welsen Otto bis in's 16. Jahrhundert hinein bezeugten diemeisten deutschen Könige und Kaiser den h. Gebeinen persönlich ihre Ehr-furcht, glänzende Gefolge begleiteten sie; Könige von England, von Däne-mark, von Portugal und Cypern, Herzoge von Lothringen und von Bur-gund werden unter den Wallfahrern genannt; jeder fürstliche Besuch wardder Stadt eine Quelle des Reichthums. Gewiß hat sich Reinald durch dieUeberbringung der h. drei Könige dauernde Ansprüche auf die DankbarkeitKölns erworben.

Der Hildesheimer Kirche, wo er früher Propst gewesen, übersandteReinald 1164 nach seiner Rückkehr aus Italien drei Finger von den Reli-quien der h. drei Könige.