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in denen er einerseits die Wichtigkeit der gerade in dem vorliegendenBande verzeichneten Archivbestandtheile für die vaterländische Ge-schichtehervorhebt und andrerseits den Wunsch ausspricht, dass die Stadtdiese wissenschaftlichen Schätze allgemein bekannt geben möge. Alsim Jahre 1857 Heinrich von Sybel für das von ihm geleitete Unter-nehmen der deutschen Reichstagsakten und Johannes Janssen fürseine Reichskorrespondenz die Genehmigung zur Benutzung desFrankfurter Archivs erbaten, da schloss Boehmer seinen, beidenForschern geneigten Bericht mit den Worten:
»Ein ferneres, was sich aufdrängt, ist der unschätzbareWerth der hiesigen, bisher noch gut erhaltenen Archive,in welchen bei Ermangelung bedeutenderer Chroniken dieganze Kenntniss der Vorzeit unserer Stadt beruht. Na-mentlich bilden die Reichstagsakten in der Vollständigkeit,in der sie mir vor einigen Jahrzehnten bekannt gewordeneinen wahren Ehrenschatz der Vaterstadt, ja ganz Deutsch-lands, der schwerlich anderwärts seines Gleichen findet.Allerdings wird auf den Reichstagen unter den mächtigerenFürsten manches verhandelt worden sein, was gar nichtoder nur unvollständig zur Kenntniss der Städte gelangteund sich daher auch hier nur ungenügend vertreten findet.Allein unbezweifelt wurde das eigentliche nationale Ele-ment seiner Natur nach wesentlich durch die Städte ge-tragen, und diese Richtung ist es gerade, auf welche heuteDeutschland mit Vorliebe zurückblickt, und deren Denkmalevorzugsweise hier erhalten sind. Wie anziehend müsstees sein, die Schicksale des Reichs in seinem Verhältnisszu unsrer Vaterstadt abgespiegelt zu sehen, hinwieder zubeobachten, wie diese sich zu den Ereignissen gestellt hat,welche Ansichten über die jeweilige Lage die Holzhausen,Glauburge, Fürstenberge u. s. w. ausgesprochen haben.
Darum möchte ich fragen, ob es nicht an
der Zeit sei, dass die Stadt selbst eine geeignete Bekannt-machung ihrer archivalischen Geschichtsquellen unternehme,statt sie der flüchtigen Benutzung und gleichsam Deflo-rirung Anderer zu überlassen, die nicht den speciell Frank-furtischen Standpunkt vertreten? Seit Freiherr vom Steindie Herausgabe der älteren allgemeinen GeschichtsquellenDeutschlands 1819 zu einem hier in Frankfurt gegründeteneignen Unternehmen gemacht hat, haben Frankfurts Be-