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Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
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505
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wider sprichet aber Krist und oft. — In größerem maßstabe haben wirdieselbe erscheinung, wenn (z. t. im gegcnsatz zur lateinischen vorläge)ratschlage, botschaften u. ä. ausführlich wiederholt werden;vgl. etwa 872 ff. (anm.), 898 ff. (anm.), 1330 f. (anm.) und diss. §195.75 f. ein hell in allen lugenden üzerwelt = 10 603 f.

77. des gnuoc. des besehwert, weil es den gegensatz zu sele trägt.S 1 S 2 schreiben gen., S 4 stets gn. Neben 23 sichern gnuoc, 5 sicherengnuoge stehen nur 7 fälle, in denen genuoc den vers glättet: 77. 4775.(9583.) 12 482. 12 633. 14 750. 15 606.

78. Oder werelt guoies truoc ? werlt und werclt stehen im LBarl.nebeneinander. Die einsilbige form muß im nom. oder akkus. stehen78. 402. 970. 1127. 1472 usw. 27 mal. Daß die 48 fälle, in denen der nom.oder akk. den takt füllt (399. 411. 423. 507. 960 usw.), nicht (oder jeden-falls nicht alle) als beschwerte hebungen aufzufassen sind, sondern diezweisilbige form erweisen, wird deutlich durch den vergleich mit Ru-

1 dolf, der weit sprach (: gesell 67, 39). In den ersten 5000 versen steheneinem einzigen taktfüllenden weit (112, 25) 15 andere fälle gegenüber,JD denen es unmöglich wäre, eine zweisilbige form einzusetzen. Diesenzahlen gegenüber muß der einwand wohl zurücktreten, der ganze unter-schied bestehe im meiden der beschwerten hebung bei Rudolf und in derVorliebe dafür im LBarl. — Aehnlioh bei den Zusammensetzungen: beiRudolf wäre es bei dreien (6, 11. 12, 10. 102, 11) von den 10 weltlich un-möglich, werelt zu sprechen; bei Otto wäre zwar synkope durchaus un-anstößig, aber es ist in allen 18 fällen möglich, wereltlieh (166. 523. 570.1640. 3237 usw.), in allen 4 fällen möglich, wereliwünne (246. 310. 1605.4842) zu setzen, denn auch 9215 wird man lieber zweisilbigen Auftaktannehmen, als eine einzige ausnähme feststellen wollen. —■ Im gen. undoat. sprach Rudolf weite: in 12 von 67 fällen wäre ein einsetzen vonwerelt unmöglich. Daneben findet sich ein weit (125, 30). Im LBarl.(51 fälle) scheinen werelt und werlde nebeneinander vorzukommen. FürWerlde spricht die gelegentliche Überlieferung (wernde u. ä. 392. 781. 925.2277. 2416 usw.) und der umstand, daß 5 von den 6malen, wo werelt un-möglich ist, ein vokal folgt. Nur 4849 stände dann ein dativ werlt.

98. selbe ist z. b. auch 2445. 3469. 5425. 7459. 10 994 zu streichen.

100. Der abschnitt 100—149 (I) wird— warum ist mir unverständ-lich.— durch den abschnitt 150—184 (II) wiederholt und ergänzt. JenischM 'Ul 161—176 vor 131 einschalten, aber damit wäre nur ein teil der Schwie-rigkeit beseitigt, wie folgende Übersicht zeigt (ich ordne nach dem la-teinischen, = und oo bedeuten größere und geringere ähnlichkeit):

I

II

I

II

1.

100—104

—

5.

111—114

—

2.

—

150—153

0.

115—117 =

= 155—156

3.

105—110

—

7.

—

157—160

4.

118

154

8.

119—121

—