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Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
Entstehung
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456
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über uns durch sinen tot

und helfe uns üz aller not.

Ein gebot daz heere noch,15195 daz soltu behalten och,

daz ist dem ersten gelich,

des soltu wol versinnen dich:(s. 703) du solt ir schulde den Verlan

die dir leide hant getan.13200 Enwellen wir den niht vergeben

die mit schulden unser leben

getrüebet hant, so enwirt uns niht

vergeben swaz sttnden uns geschult.

Von diu lä bcesen willen sin15205 wider al die schuldigere din.

Ich wil mich des vermezzen:

swenne wir vergezzen

des unser gnöz uns hat getan,

so wirt ouch uns von got Verlan;15210 so wir verläzen gar den zorn,

so hat ouch got üf uns verkorn.Von al den besten sinnen din

so lä dir wol bevolhen sin

den rehten glouben den diu muot15215 gelernet hat, der ist vil guot.

Du solt dich hüeten sere

vor unrehter lere.

Got vil rehte meine;

daz si der säme reine15220 der in dinem herzen ist

gesset an allen boasen list.

Des soltu hüeten wol mit kraft,

15194 höret 15195 oüch 15196 glich 15203 von erg.

Cy vor vns 15204 von diu] Von die S *, V verb. Cy 15205

Vnder S 4 , Wyder verb. Cy; fehüldigen n aus r 15208 genoz 15210wirt (t getilgt) vlan gar der z. 15213 beuollen 15219 der säme)

dir (letzen v. Cy eingefügt und toieder gestrichen) fam 15220 din

hereze 15222 wol hüte.