Druckschrift 
Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
Entstehung
Seite
430
Einzelbild herunterladen
 

— 430 —

sin mimt daz lop mit freuden sprach:

'Nu wis gehcehet, herre got,14325 du bist min kiinc. Gesegenot

si von minem munde

din name alle stunde.

Du bist michel unde rieh,

äne mäze lobelich.14330 Din herschaft ist vil manicvalt;

wer mac errechen den dinen gewalt?

Du hast den stein bekeret,

daz er daz wazzer reret.

Der vels und ouch der herte stein14335 der ist worden alsam ein

vil lindez wahs bi fiure tuot

von dinen gnaden, herre guot.

Daz mines vater herze so

geweichet ist, des bin ich frei.14340 Du machest Abralnunes kint

von den steinen die nu sint,(s. 671) daz ist dir also mtigelich.

Herre, du minnest menslich,

des wil ich dir gnäde sagen,14345 du hast uns harte vil vertragen,

du vertreist uns alle stunde

die manicvalten sunde.

Wir wären wert nu mange zit

daz wir geworfen äne strit14850 wseren von den ougen din,daz wir ein bilde solden sinder werlt und al den landen,

also von ir schändenund von ir grözen meinen14355 brunnen die vil unreinen,daz volc von Pentapoli:din gröz gedulte ist uns doch bi;*

14331 er r'chts 14335 als 14338 herze] h're 14339

geweichet 14351 folde 14355 Bürne 14357 gedülte aus gedieh

Ifl