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Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
Entstehung
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waii den diu reine maget empliie,

der häte davor lange sie

geschaffen äne swaere;2615 svvie sie sin muoter w?ere.

sie muose leisten sin gebot,

er was mensche und got.

Äne zwivel man daz saget:

nach der geburt was sie maget.2620 Er was mensche also wir,

wan daz eine sage ich dir

daz er sünde niht (en)pflac

weder nahtes noch den tac.

Die krancheit die wir liden,2625 die enwolt er niht vermiden.

(Nu) hästfi von mir vernomen:

der tot was in die werelt komen(s. 115) von Even und von Adame.

dö was oucli daz gezieme2(>i0 daz wir erlasset würden

von der selben bürden

von einem so getanem man

der nie sünde gewan.Dö der selbe gotes sun2635 uns geboren warf, ze fruni.

darnach wont er drizic jiir

mit den liuten, daz ist war.

Do touft in sante Johan.

der vi! lieilige man.2640 in dem brunnen Jordan.

K er darfiz was gegan,

der toul'e der wart volleist

der vil heilige geist.

(er sprach:) "Diz ist min sun und ist min trut",2645 daz sie daz hörten überlöl.

2615 wie daz fie 2623 den vom korr. nachgetr. 2626 h(H)aftu 2627 vor der ist E ausradiert 2629 Da, 2634

absate hs.; Da 2638 Da; fente 2641 K er] Ehe 2642 *fl

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