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Hundert Entwürfe aus dem Wettbewerb für das Bismarck-National-Denkmal auf der Elisenhöhe bei Bingerbrück-Bingen
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BISMARCK-NATIONAL-DENKMAL o WETTBEWERB

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Abb. 22. Festplatz der Deutschen (Nr. 131)Archit. C.J. Bühringu.Bi dh.H. Schellhorn, Berlin.

großen Spielplatze gewähren, dem sich die Festhalleanschließt, vor der wieder amphitheatralisch die Sitz-reihen angeordnet sind. Alles in strengsten helleni-schen Formen.

Dagegen errichtet Kuhn, Heidelberg (Nr. 184,Motto: „Eri nn erungshal 1 e") schon einen zwei-geschossigen Bau innerhalb der griechischen Säulen-halle (Taf. 37, Fig. 59), der Verfasser von „Markstein"(Nr. 76) ein dreigeschossiges Gebäude, das überdiesungemein reich mit Zierformen aus verschiedenenStilepochen dekoriert wird (Taf. 40, Fig. 66, 67). Siealle übertrifft E. Weinschenk, Berlin, der seinenantiken Tempel auf einen riesigen Betonblock setzt,zu dem beiderseits kühne Treppenanlagen aufsteigen.(Nr. 14, Taf. 39, Fig. 63). Jooß und Caro (Nr. 176)endlich krönen den säulengeschmückten Sockelwürfelmit einer Pyramide, auf deren schwindelnder Höhe das Reiterbildnis thront (Taf. 38, Fig. 61, 62).Wie hier das Mausoleum zu Halikarnaß, so regt an anderer Stelle das Mausoleum des Hadrianan, die römische Engelsburg, vergl. die Entwürfe von Prof. H. Job st, Darmstadt (Nr. 130) odervon Sternberg, Köln (Nr. 254, Taf. 39, Fig. 64, 65). Unendliche Möglichkeiten ergeben sich,sobald die antiken Bautypen variiert werden. Arnold Hartmann, Berlin (Nr. 82, Motto:„Ein deutsches Heiligtum", Taf. 42, Fig. 70) setzt eine Art Steinsarkophag mit dorischerSäulenstellung als Mausoleum auf hohe Unterbauten. Nr. 85 (Motto: „Hüne") stellt dreiTriumphbogen in Hufeisenform als Rahmung für die Bismarckfigur auf (Taf. 41, Fig. 69),P. Burghardt, Leipzig (Nr. 65) setzt vor eine halbkreisförmig zurückweichende Stein-wand eine im Halbkreis vorspringende Pfeilerordnung und läßt aus diesem Steinkreis die10 Meter hohe Bismarkfigur über einem 6 Meter hohen Postament aufragen (Taf. 41, Fig. 68).Vor der Bismarckstatue erhebt sich ein Feueraltar, während ringsum acht Giganten Wachthalten. Auch die Rückansicht vom Festplatze her ergibt eine kraftvolle, gewaltige Wirkungdes Denkmals.

Der Verfasser von „Ahnenkult" bringt einen unbedeckten Renaissance-Rundbau mit vor-gelegter breiter Treppe (Nr. 106, Taf. 42, Fig. 71). Andere wurden wohl durch den jetzt auf derElisenhöhe stehenden Aussichtstempel bewogen, eine verbesserte Form desselben, eine ArtBelvedere zu geben. Besonders schmuck und wohlgegliedert sind die Entwürfe Nr. 117 von C. R.

Henker, Charlottenburg (Motto: „Recke",Taf. 43, Fig. 72), und Nr. 113 (Motto: „Ge-denkhalle", Taf. 43, Fig. 73, 74), VerfasserWalther Schmarje und R. Böhland.

Alfred Fischer, Düsseldorf, be-gnügt sich mit einem griechischen Tempel-chen mit modernem Dache (Abb. 23). Erwürde wohl damit allein kaum den zweitenPreis errungen haben, wäre nicht seineLösung der Platzfrage so überaus glücklich.Die Gestaltung des Festplatzes war zwarvon den Wettbewerbern nicht gefordert,doch hat kaum einer darauf zu verzichtengewagt. Wie sollte man eine Gedenkhalledarstellen, ohne zugleich die ganze Platz-frage zu lösen und für die anschließen-Abb. 23. Heiligtum (Nr.194). Arrhit.A.Fisrher.Düsseidorf. den Flächen Vorschläge zu machen.

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